Volksbank Baumberge blickt auf gutes Geschäftsjahr 2016 / Kundeneinlagen deutlich gestiegen „Genossenschaftliche Beratung bewährt sich“

Billerbeck. „Die genossenschaftliche Beratung der Volksbank Baumberge hat sich bewährt“, betonte Vorstandsvorsitzender Werner Termersch bei der Vertreterversammlung der Genossen-schaftsbank. „Die konsequente Umsetzung des genossenschaftlichen Förderauftrages hat 2016 insgesamt für die Volksbank Baumberge zu einem guten Geschäftsjahr werden lassen“, zog Termersch einen positiven Bilanzstrich unter das Geschäftsjahr 2016. So sei die Bilanzsumme um 4,1 Prozent auf 523 Millionen Euro gewachsen, heißt es in einer Pressemitteilung der Volksbank Baumberge.

Von Allgemeine Zeitung
Volksbank Baumberge blickt auf gutes Geschäftsjahr 2016 / Kundeneinlagen deutlich gestiegen : „Genossenschaftliche Beratung bewährt sich“
Bei der Versammlung: (v.l.) Dirk Spanderen (Vorstand), Tinus Niehoff (Aufsichtsratsvorsitzender), Unternehmer Rüdiger Sasse und Werner Termersch (Vorstandsvorsitzender). Foto: Manfred van Os

Das Kreditvolumen beträgt zum 31. Dezember 2016 306 Millionen Euro. „Rund 60 Prozent unserer Bilanzsumme geben wir als Kredite heraus. All diese Mittel leisten einen Beitrag zur Fort- und Weiterentwicklung unserer heimischen Wirtschaft. Damit erfüllen wir unseren Förderauftrag so, wie unsere Kunden es wünschen: nachhaltig und erfolgreich“, so Termersch. Die Mittel, die die Volksbank ausleihe, kämen aus der Region. „Mit ihren Einlagen in der Volksbank leisten unsere Kunden ihren Beitrag zur Finanzierung der örtlichen Wirtschaft“, betonte Termersch. Im vergangenen Jahr waren es 341 Millionen Euro und damit 5,6 Prozent mehr als noch in 2015. Im Zentrum des Wirkens für die Region stünde der genossenschaftliche Förderauftrag. „Wir wollen dank unserer genossenschaftlichen Beratung unsere hervorragende Kunden- und Mitgliederzufriedenheit weiter entwickeln.“ So lebe die Genossenschaftsbank Transparenz, Eigenverantwortung, Solidarität und Demokratie. Staat und Gesellschaft profitieren von solchen Unternehmen. „Es wäre schön, wenn dies der Gesetzgeber und die Bankenaufsichtsbehörden berücksichtigen würden“, forderte der Bankvorstand.

Denn die Volksbank Baumberge erlebe derzeit einen völlig ungerechtfertigten bürokratischen Druck, der sie gewaltig fordere. „Mittlerweile kostet uns die Umsetzung regulatorischer und gesetzlicher Vorgaben rund 145 000 Euro im Jahr.“ Hinzu kommen die Herausforderungen des Niedrigzinses. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) habe negative Auswirkungen auf Sparer. „Dabei ist die intensive genossenschaftliche Beratung wichtiger denn je“, erläuterte Termersch. „Wir sind froh, dass unsere Kunden auf die transparente, offene und qualifizierte Beratung ihrer Volksbank setzen.“ Wichtig sei der Genossenschaftsbank eine optimale und faire Beratung ihrer Kunden. „Wir muten unseren Kunden keine nicht nachvollziehbare Anlagekonstrukte zu.“ Auch für die Bank stelle die Niedrigzinspolitik der EZB eine besondere Herausforderung dar. Dem niedrigen Zinsniveau sei es geschuldet, dass der Zinsüberschuss erneut gegenüber dem Vorjahr leicht gefallen sei.

Dass die Volksbank Baumberge trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen so erfolgreich arbeite, sei dem Kostenbewusstsein, dem besonderen Engagement der Mitarbeiter sowie der tiefen Verwurzelung in der Region zu verdanken. „Unsere Mitarbeiter haben ganze Arbeit geleistet. Sie haben mit viel Herz, Sachkunde und Ver-antwortung ihre Kunden betreut“, so Termersch. Erneut habe die Volksbank Baum-berge die Kosten-/Ertragsrelation senken können. Mit nunmehr 46,4 Prozent liege sie deutlich unterhalb des regionalen Durchschnitts von 67,4 Prozent. An dem Erfolg ihrer Genossenschaftsbank werden auch die Mitglieder beteiligt. Die Vertreterversammlung hat auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von sechs Prozent auf die Geschäftsguthaben beschlossen.

Turnusgemäß stand die Wiederwahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern auf der Tagesordnung. Annegret Lülf-Reinersmann aus Osterwick und Josef Gerleve-Auling aus Billerbeck wurden von den Vertretern im Amt bestätigt. Gastredner Rüdiger Sasse, Inhaber der Feinbrennerei Sasse in Schöppingen, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Das Ende der Landlust“.

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