Rat beschließt Verbindung zu Iecava und Erquinghem-Lys / Lettische Schüler zu Gast Freude über Städtepartnerschaft

Billerbeck. Einstimmig hat der Rat Donnerstagabend beschlossen, dass Städtepartnerschaften mit Erquinghem-Lys (Frankreich) und Iecava (Lettland) auf den Weg gebracht werden sollen. Kein Wunder also, dass beim Empfang einer Schülergruppe aus Iecava am Freitagmorgen im Rathaus große Freude bei allen Beteiligten herrschte. „Wir sind sehr glücklich, denn diese Partnerschaft geht vor allem auf den Schüleraustausch zurück, den wir seit vielen Jahren pflegen“, sagte Lehrerin Frauke Schmauß, die mit ihrer Kollegin Margit Teichmann an der Geschwister-Eichenwald-Schule für die deutsch-lettischen Begegnungen verantwortlich zeichnet.

Von Ulrike Deusch
Rat beschließt Verbindung zu Iecava und Erquinghem-Lys / Lettische Schüler zu Gast : Freude über Städtepartnerschaft
Die Jugendlichen aus Lettland und ihre Gastgeber von der Geschwister-Eichenwald-Schule wurden von Bürgermeisterin Marion Dirks im Rathaus empfangen. Foto: Ulrike Deusch

Der Kontakt wurde bereits von der früheren Realschule gepflegt und wird von der Wolfgang Suwelack-Stiftung unterstützt. Im September 2016 war eine Delegation mit Bürgermeister Jãnis Pelsis an der Spitze in Billerbeck. Iecava liegt bei Riga, wohin die jüdischen Mitbürger Billerbecks in der NS-Zeit deportiert wurden. Die Partnerschaft soll daher nicht nur die internationale Verständigung fördern, sondern auch an die Opfer der Shoa erinnern.

Ein Frühstück mit Vertretern der Suwelack-Stiftung war Freitag der Auftakt zu einem interessanten Programm, das nicht nur Besuche an der Eichenwald-Schule beinhaltet, sondern auch Ausflüge nach Münster und Köln und ein Fest im Sportpark mit den Gastfamilien, in denen die Jugendlichen wohnen.

Insgesamt zehn junge Letten aus den Klassen 7 bis 9 sind mit der Schulleiterin und ihrer Stellvertreterin, die auch Deutschlehrerin ist, nach Billerbeck gekommen. Jedes Jahr stehen wechselseitige Treffen an. Maike Peuker aus der Klasse 9 der Gemeinschaftsschule, zum Beispiel, war im vergangenen Jahr in Lettland. Die Begegnung mit den Jugendlichen und ihrer Lebensweise findet sie „total interessant“.

Von Billerbeck, seiner Geschichte, seinen Sehenswürdigkeiten, politischen Strukturen und bürgerschaftlichem Engagement berichtete Bürgermeisterin Marion Dirks den Gästen. Die hatten sich bestens vorbereitet und stellten sich mit Namen und Hobbys in deutscher Sprache vor. Die „schöne Altstadt“ gefiel einem Jungen besonders, ein anderer war beeindruckt, wie groß und gut ausgestattet das Schulgebäude ist. Das Brückenbauen zwischen Billerbeck und Iecava geht im Juli weiter. Dann nimmt das Blasorchester Billerbeck dort an Jubiläumsfeierlichkeiten teil.

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