„Keen Tied för Opa“ feiert gelungene Premiere / „Sehr unterhaltsam und kurzweilig“ / Ensemble gut aufgelegt Viel Applaus für Kummelgenspieler

Billerbeck. Ein volles Haus gab es am Samstagabend zur Premiere der Billerbecker Kummellgenspieler mit dem plattdeutschen Theaterstück „Keen Tied för Opa“ in der Altenbegenung des St.-Ludgerusstiftes. Auch die Veranstaltung Sonntagnachmittag war restlos ausverkauft.

Von Manfred van Os
„Keen Tied för Opa“ feiert gelungene Premiere / „Sehr unterhaltsam und kurzweilig“ / Ensemble gut aufgelegt : Viel Applaus für Kummelgenspieler
Eine Menge Spaß hatten die Zuschauer und applaudierten dem bestens aufgelegten Ensemble auf der Bühne. Fotos: mvo Foto: az

Der Dreiakter von Ubbo Gerdes hatte das rechte Format für die kleine Theaterbühne. Die Geschichte ist recht einfach gestrickt. Bernd E. Bäumer hat als Spielleiter die Rollen mit den richtigen Personen besetzt. Besonders natürlich die Titelrolle des Opa Jacobs, die von Rudi Rembrink gespielt wird. Eine Paraderolle ist das für ihn. Mit viel Witz und unglaublicher Mimik agierte er auf der Bühne. Schon in der ersten Szene, als er nur kurz durch die Tür um die Ecke schaute, hatte er die Lacher auf seiner Seite. Das Publikum ging von Anfang an mit und sparte nicht mit Szenenapplaus.

Zur Geschichte: Opa Jacobs fühlt sich vernachlässigt, keiner hat Zeit für ihn. Da wundert es nicht, dass er zur Nervensäge wird. Andauernd ruft er Schwiegertochter Gerda (Bärbel Rohling): „Wo bleibt mein Tee?“ „Wo bleibt dies?“ „Wo bleibt das?“ Da kommt Makler Bernd Behrends (Ludger Hesker). Er hat Gefallen an Gerda, aber sie widersteht seinen Annäherungsversuchen. Ihr Sohn Gerd (Erwin Jülicher) erscheint und auch er hat keine Zeit für Opa. Opa bekommt Depressionen und fragt: „Muss ich denn erst bei Petrus anklopfen?“

Rentnerin Dora Langhoff (Maria Thoms) kommt zu Besuch und zeigt eine Bekanntschaftsanzeige aus der Zeitung. Opa ist begeistert und zum Entsetzen der Familie antwortet er. Es dauert nicht lange, da kommt Elvira Berger (Christa Pankock) als Sportlehrerin im Ruhestand. Sie fragt erst einmal Opas Sportkondition ab. Bald sind die beiden sich einig. Wilm Jacobs, Gerdas Mann (Heinrich Brinkmann) ist sicher, dass Elvira Berger nur auf Opas Geld aus ist. Er fragt den Makler Bernd Behrends um Rat, wie man die Sportlehrerin wieder los wird. Der Makler erzählt ihr, dass Opa gar kein Geld hat und noch 50 000 Euro Schulden auf dem Haus sind. Opa will nicht mehr leben, so enttäuscht ist er. Nun wurden aber inzwischen Doras Enkelin Elfi (Elke Schulze Böving) und Opas Enkel Gerd ein Paar. Opa tröstet sich mit Rentnerin Dora. So findet die Geschichte ihr gütliches Ende. „Allet häff siene Tied“ war dann das passende Schlusswort. Das Publikum bedankte sich mit langem Applaus für die schöne und gelungene Premiere.

„Das Stück ist sehr unterhaltsam und kurzweilig“, fand Zuschauer Thomas Beine. Und Ralf Doliff pflichtete ihm bei: „Es ist witzig und die Darsteller bringen es gut herüber.“ Auch Maria Thoms, die die Rolle der Rentnerin Dora Langhoff spielte, war zufrieden: „Ich bin immer sehr gern zu den Proben gekommen und die Aufführung hat viel Spaß gemacht.“

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