Billerbeck „Wir sehen das als super Ergänzung“

Billerbeck. Ein neues Kapitel ist in der zweieinhalbjährigen Geschichte des „einLadens“ aufgeschlagen worden: Der Verein Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (KJFH) hat die Trägerschaft für den Second-hand-Laden mit Integrationstreff an der Münsterstraße übernommen. „Wir freuen uns sehr, weil wir beim Ursprung der Gründung des Netzwerkes für Flüchtlingsarbeit dabei waren“, sagt Ludger Althoff von der KJFH. „Wir sehen das als super Ergänzung.“

Von Stephanie Dircks
Billerbeck: „Wir sehen das als super Ergänzung“
Bei der „Staffelübergabe“: (v.l.) Axel Hoene (einLaden), Heinz van Goer (Diakonie), Stefanie Brockmeier (KJFH), Ludger Althoff (KJFH), Christian Vogt (KJFH), Patrick Klahold (einLaden/KJFH) und Maggie Rawe (KJFH). Foto: Stephanie Dircks

Bislang hatte das Diakonische Werk des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken die Trägerschaft inne. „Als sich 2015 das Netzwerk Flüchtlingsarbeit aufgrund der vielen Flüchtlinge, die in Billerbeck aufgenommen wurden, gegründet hat, haben wir eine Örtlichkeit gesucht, wo wir Sachspenden an Neu-Billerbecker verteilen können“, erzählt Patrick Klahold vom Netzwerk. „Und neben den Räumlichkeiten brauchten wir einen Träger.“

Durch die evangelische Kirchengemeinde sei der Kontakt zur Diakonie entstanden. Im September 2016 sei dann der „einLaden“ eröffnet worden. „Ohne die Diakonie hätten wir den ‘einLaden’ wahrscheinlich erst viel, viel später öffnen können. Wir sind für die schnelle und unbürokratische Hilfe dankbar. Es war eine super Zusammenarbeit“, so Klahold.

Aus organisatorischen Gründen sei nun beschlossen worden, die Trägerschaft an eine Institution vor Ort zu geben. Denn: Die Organisation sei mit einem Träger vor Ort einfach als mit einem, der weiter weg sei. „Wir haben das sehr gerne gemacht und wünschen der Gruppe, dass sie ihr Engagement und ihre Freiheiten behält und weitere positive Entwicklungen macht“, sagt Heinz van Goer vom Vorstand der Diakonie. „Wir hätten uns gewünscht, dass wir räumlich näher dran gewesen wären, dann hätten wir die Trägerschaft nicht abgegeben.“ Die KJFH möchte zusammen mit dem ehrenamtlichen Team des „einLadens“ die Angebote des Integrationstreffs erweitern, noch mehr beleben. Regelmäßige Deutschkurse, offene Treffs, Sozialsprechstunden und verschiedene Kurse wie Basteln finden bereits statt. Doch es könne noch mehr werden, so Axel Hoene vom „einLaden“. Geplant sei zudem, eine rollstuhlgerechte Toilette in den Räumlichkeiten zu errichten. Und: „Der Treff soll noch schöner gestaltet werden“, so Klahold und berichtete, dass es Gespräche mit der Fachhochschule Münster für Innenarchitektur gebe, um Studenten für ein Gestaltungsprojekt zu gewinnen.

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