Billerbeck Verkehrsfluss soll verbessert werden

Coesfeld. Um es gleich vorwegzunehmen: Das große Verkehrschaos war beim Ortstermin auf dem Konrad-Adenauer-Ring (B 474) gestern zwischen 7 und 8 Uhr nicht festzustellen. In dieser und in anderen Spitzenzeiten rauschen bis zu 25 000 Fahrzeuge über die Schneise durch die Ortsteile. Erst beim Abbiegen ist der Autofahrer im Stadtgebiet, mit den dann vorgeschriebenen 50 km/h unterwegs – an den Ortsschildern der Einmündungen zu erkennen.

Von Uwe Goerlich
Billerbeck: Verkehrsfluss soll verbessert werden
Foto: ugo

Immerhin fielen ein paar Punkte auf, als die Experten der zuständigen Verkehrsbehörden und der Polizei die Situation an der Kreuzung B 474/ Rekener Straße in Augenschein nahmen. So muss bei der Linksabbieger-Steuerung aus Richtung Lette gesehen nachgebessert werden. Dazu Diplom-Ingenieur Werner Schulze Spüntrup vom Landesbetrieb Straßen.NRW: „Die Videokamera muss überprüft werden und gegebenenfalls eine zusätzliche Anforderungs-Schleife in die Fahrbahn gefräst werden.“ Das könne zeitnah umgesetzt werden. Geprüft werden soll auch, die sogenannten Umlaufzeiten zu erhöhen. Vorteil: längere Grünphasen für die Autofahrer, aber auch längere Wartezeiten bei Rot. Schulze Spüntrup will aber an der grundsätzlichen Regelung nichts mehr ändern, weil sich durch die Linksabbieger-Schaltungen die Sicherheit vor allem von querenden Fußgängern und Radfahrern deutlich erhöht habe. Schwere Unfälle habe es zum Glück auf den B 474-Kreuzungen nicht mehr gegeben. Auch Polizist Michael Duesmann sieht die Situation als weitgehend entspannt an, sodass er Geschwindigkeitskontrollen nicht für nötig hält. Bekanntlich darf auf der Bundesstraße bis zu 70 km/h gefahren werden, damit die Grüne Welle in beiden Richtungen funktioniert.

Verbesserungspotenzial gebe es durchaus noch hinsichtlich des Verhaltens der Radfahrer, die die B 474 überqueren wollten und dafür den Fußgängerknopf drückten, obwohl sie automatisch Grün auf dem Radweg bekämen. Schulze Spüntrup: „Die ausgelösten Grünphasen für Fußgänger sind länger als die für Rad- und Autofahrer, sodass sich dadurch für die Verkehrsteilnehmer unnötig lange Wartezeiten ergeben.“ Wie das Problem zu lösen wäre, weiß er auch noch nicht. Ein Info-Schild anzubringen, hält er nicht für angebracht.

Eine Verbesserung könnte sich zudem an der stark belasteten Kreuzung der B 525/ Rekener Straße ergeben. Laut Schulze Spüntrup könnte das automatisch umspringende Fußgänger-Grün auf Anforderung per Knopf umgestellt werden. Dann müssten Autofahrer nicht unnötig warten, wenn gar kein Fußgänger da ist.

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