Bibbern beim Proben: Familienmusical „Peter Pan“ geht trotz Regen und Kälte über die Bühne Mit Spielfreude den ersten Durchlauf

Coesfeld. Regenhosen, dicke Jacken, Mützen – das Ensemble des Familienmusicals „Peter Pan“ sieht aus, als wolle es mit der „Jolly Roger“, dem Schiff von Captain Hook (Sabine Wulf), auf große Polarfahrt gehen.

Von Ursula Hoffmann
Bibbern beim Proben: Familienmusical „Peter Pan“ geht trotz Regen und Kälte über die Bühne : Mit Spielfreude den ersten Durchlauf
Captain Hook (Sabine Wulf, Mitte) und seine Piraten mischen Nimmerland auf, l. Gudrun Sczepanek, r. Lea Klein. Foto: Ursula Hoffmann

Die siebenjährige Matilda Walfort, die wir gemeinsam mit ihrer Mutter Anna und dem zweiten Mutter-Tochter-Gespann Gudrun und Greta Sczepanek vom Casting bis zur Premiere begleiten, zählt jedem strahlend auf, was sie alles an hat. Für Matilda und Greta, Neulinge an der Freilichtbühne, ist der am letzten Mittwochabend angesetzte erste komplette Durchlauf eine spannende Premiere. Nervös sind sie allerdings nicht. „Wir kennen ja schon alles“, erklären sie und Matilda grinst, „ich hab nur Angst, dass ich mich nicht gut bewegen kann“. Auch ihre Mütter hätten sich besseres Wetter gewünscht. „Aber das ist eben Freilichttheater“, schmunzelt Anna Walfort. Für beide steht die Freude im Vordergrund, zu sehen, wie sich alles zusammenfügt. „“Wir kennen ja bisher nur unsere eigenen Szenen, es ist total spannend, jetzt das Ganze im Zusammenhang zu sehen und auf der großen Bühne zu sehen, wie man mit dem Platz klar kommt“, erzählt Gudrun Sczepanek.

Und schon geht es los. Regisseur Klaus Michalski stimmt sein Ensemble ein, ruft alle dazu auf, sich genau ihre jeweiligen Rollen in Erinnerung zu rufen, um mit den Reaktionen nah dran zu sein an der Situation. „Geht mit Spielfreude in diesen Durchlauf“, gibt er den Startschuss. Und Choreografin Sabine Lindlar ergänzt schmunzelnd, sich bei den Tanzszenen, die auf der großen Bühne noch genau gestellt werden müssen, nicht gegenseitig über den Haufen zu laufen. Noch ist vieles Improvisation.

Zwar dominiert das stolze Piratenschiff die Bühne, doch die anderen Kulissen sind vom Abendmusical „Im weißen Rössl“. Stühle etwa dienen als Betten und Kommode im Kinderzimmer von Wendy und ihren Brüdern. „Wir träumen uns das jetzt alles, wir haben ja Phantasie und in diesem Sinne viel Spaß“, lacht Lindlar fröhlich. Und dann führt Erzählerin Anna Walfort die Zuschauer (Bühnenmitglieder, Familie, Freunde, die dem Regen und den lausigen acht Grad tapfer trotzen) ein in die Geschichte von Peter Pan (Jonas Schweers), dem Jungen, der nicht erwachsen werden wollte: „Und jetzt träumt euch fort in das Kinderzimmer von Wendy, John und Michael“. Alle Darsteller sind mit großer Konzentration bei der Sache und zeigen, was sie an den vielen Wochenenden seit Januar gelernt haben.

Alle können ihren Text, schlüpfen beherzt in die verschiedensten Rollen, beherrschen die flotten Lieder und schwungvollen Choreografien – das lässt schon jetzt ein klasse Freilichtbühnen-Premiere am 10. Juni ahnen.

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