Vorsitzende Stadtmarketing Verein: Genehmigungsverfahren stoppen / Doch kein Umzug des Markts im April Eventplanung: Weitere kritische Briefe an die Stadt

Coesfeld (vth). Es gibt Neues zu den geplanten Events und den von der Stadtverwaltung angekündigten Verlegungen der Freitagsmärkte an mehreren Terminen.

Von Viola ter Horst
Vorsitzende Stadtmarketing Verein: Genehmigungsverfahren stoppen / Doch kein Umzug des Markts im April : Eventplanung: Weitere kritische Briefe an...
Markthändler sehen den Freitagsmarkt bedroht. Foto: az

Zumindest für das Ende April geplante erste Fest muss der Freitagsmarkt am 28. April nun doch nicht verlegt werden. Das teilte das Ordnungsamt den Markthändlern jetzt mit. Die Öffnungszeiten hätten sich geändert, so dass nicht bereits ab Freitagvormittag der Marktplatz für das Event benötigt werde. „Immerhin schon eine Verlegung weniger“, zeigt sich Markthändler-Sprecherin Britta Althues vom Käsespezialisten Althues etwas erleichtert.

Wie berichtet, sorgen die Pläne für Kritik sowohl bei Markthändlern als auch Einzelhändlern und Gastronomen im Stadtmarketing Verein.

Die Stadt hat angekündigt, dass der Freitagsmarkt voraussichtlich an sechs Terminen in 2017 in die Fußgängerzone umziehen muss. Genehmigt hat das Ordnungsamt bereits zwei Veranstaltungen von Agenturen auf dem Marktplatz, bei den anderen laufen Planungen. Ziel: Innenstadtbelebung.

Die Markthändler sehen den Freitagsmarkt durch die vielen Verlegungen in seiner Existenz bedroht. Auch über die nicht erfolgte Kommunikation regen sich die Händler auf. Niemand sei in diese Planungen einbezogen worden, kritisierten Einzelhändler in einer Sitzung des Stadtmarketing Vereins.

Annette Rabert, Vorsitzende des Stadtmarketing Vereins, legte jetzt nach und schrieb aktuell einen Brief an Bürgermeister Heinz Öhmann. Darin fordert sie ihn auf, sämtliche weitere Genehmigungsverfahren zu den geplanten Veranstaltungen des Ordnungsamtes bis zum 16. Mai zu stoppen – dann soll ein klärendes Gespräch stattfinden. „Warum wird der Stadtmarketing Verein nicht im Vorfeld mit ins Boot geholt?“ fragt Rabert. Bei den vorgesehenen Veranstaltungen könne man nicht von einer Belebung der Innenstadt sprechen, meint sie, zumal die Veranstaltungen auf Abendkundschaft ausgerichtet seien. Zudem hätten örtliche Gastronomen selber Interesse an der Ausrichtung eines Festes, und die Terminwahl direkt nach dem Kneipenfestival am 22.4. und nach der Automeile am 7.5. sei unglücklich. Die Befürchtungen der Wochenmarkthändler, dass der Freitagsmarkt in seiner Existenz bedroht wird, hält Rabert für absolut gerechtfertigt.

Außerdem hat auch CDU-Ratsmitglied Norbert Hagemann besorgt ein Schreiben an die Stadt gerichtet. Die Marktbesucher würden eine so häufige Verlegung des Freitagsmarkts nicht mitmachen, schreibt er. Er möchte klar stellen, dass die Politik nicht einbezogen worden sei, dass die Pläne nicht vom Rat stammten.

An den ersten beiden Veranstaltungen scheint nicht mehr viel zu rütteln zu sein: Vom 28. bis 30. April soll ein „Friesenfest“ auf dem Marktplatz stattfinden, das laut Veranstalter in „Foodfest“ umgetauft werdern soll, informiert die Stadt. Und vom 11. bis 14. Mai steht ein Event unter der Überschrift „Winzerfest“ an, so die Stadt-Pressestelle auf Nachfrage.

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