Coesfeld Ökologisches Jahr katapultiert Pius auf höchste Stufe

Coesfeld. Es war ein beispielloses Projekt, bei dem alle mitgezogen haben. In den Köpfen der Schüler am St.-Pius-Gymnasium hallt das Ökologische Jahr immer noch nach. Grund genug für die Verbraucherzentrale NRW, die Schule am Dienstagmorgen als „RessourcenSchule“ auszuzeichnen – und das gleich in der höchsten Stufe 3 „Wir sind Vorbild!“. Mit diesem Titel sind in ganz NRW nur fünf Schulen geehrt worden.

Von Florian Schütte
Coesfeld: Ökologisches Jahr katapultiert Pius auf höchste Stufe
Über die Auszeichnung des St.-Pius-Gymnasiums als RessourcenSchule durch die Verbraucherzentrale NRW freuen sich (v.l.) Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Schulleiter Dr. Norbert Just, Judith Henke-Imgrund als Vertreterin des Bistums, stellvertretender Schulleiter Dr. Thomas Wenning, Sonja Eikmeier von der Verbraucherzentrale, Bürgermeister Heinz Öhmann, Umweltbeauftragte am Pius Katrin Pree sowie Dirk Grudzinski von der Effizienz Agentur NRW und natürlich die versammelte Schülerschaft. Foto: Florian Schütte

„Dass es so groß werden würde, haben wir nicht gedacht“, sagt Schulleiter Dr. Norbert Just über das Ökologische Jahr, für das Dr. Thomas Wenning maßgeblich verantwortlich zeichnete und dafür großen Applaus der Schülerschaft erhält. Judith Henke-Imgrund vom Bistum als Schulträger spricht von einem „ganz besonderen Projekt, das das Schulleben bereichert hat“. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wendet sich direkt an die Schüler und nennt die Auszeichnung ein „tolles Aushängeschild für eure Schule“. Dem schließt sich auch Bürgermeister Heinz Öhmann an. „Ihr seid ausgezeichnet und ihr werdet gleich offiziell ausgezeichnet“, so der Verwaltungschef vor der Verleihung und ergänzt eine Bitte: „Seid nachhaltig!“

Dass man den Schülern dies nicht zweimal sagen muss, zeigt nicht nur ein Interview mit zwei Schülerinnen der Gewinnerklasse 7d, sondern auch die Vielzahl an Projekten, die Sonja Eikmeier von der Verbraucherzentrale als Begründung für die Auszeichnung auflistet: den Restmüll um 50 Prozent reduziert, ressourcenschonende Anschaffungen wie Recyclingpapier, das es auch im Fair-Trade-Kiosk zu kaufen gibt, das Repair-Café gegen die Wegwerf-Mentalität, eine Fallobstwiese, um dem Insektensterben entgegenzuwirken, die neuliche Pflanzaktion von 200 Bäumen, ein kernsaniertes Schulgebäude mit Photovoltaikanlage, die Einsparung von 23,5 Tonnen CO2 und über 7000 Euro, die Fahrgemeinschaften der Lehrpersonen, die Nutzung eines Dienstfahrrads, die abfallarme Schulverpflegung – auch mittels eines Trinkwasserbrunnens – sowie viele Sammelaktionen zum sachgerechten Recycling.

Dr. Thomas Wenning und die Umweltbeauftragte Katrin Pree strahlen, als sie die Auszeichnung zur Ressourcenschule samt Aushängeschild von Dirk Grudzinski von der Effizienz Agentur NRW entgegennehmen.

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