Coesfeld „In Sicherheit muss investiert werden“

Coesfeld. Verwirrung herrscht bei den Anwohnern der Straße Köbbinghof, denn ein Gerüst aus Stahl umrahmt neuerdings das Martin-Luther-Schulgebäude. Dieses dient seit Ende der Osterferien als Fluchttreppen, hat die Stadt Coesfeld auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

Von Sarah Kuhlmann
Coesfeld: „In Sicherheit muss investiert werden“
Zwei Fluchttreppen umrahmen seit Schulbeginn nach den Osterferien das Martin-Luther-Schulgebäude. Das Gebäude hatte nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprochen. Foto: Sarah Kuhlmann

„In Sicherheit muss investiert werden“, sagte Pressesprecherin Andrea Zirkel. Daher sei das Anbringen der Fluchttreppen trotz des baldigen Umzugs der Schüler in die Jakobischule unverzichtbar gewesen. „Die Fluchttreppen sind notwendig gewesen, weil das Gebäude nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht“, so Zirkel weiter. Seit der Umzug der Schüler auf den Jahreswechsel 2019/ 2020 verschoben worden ist, wurde die Entscheidung getroffen, dass die Treppen „ein Muss sind“. Die Kosten für die Treppen trägt die Stadt, denn: „In Sicherheit muss investiert werden“, sagt Andrea Zirkel.

Glücklich sei die Schule laut Schulleiterin Petra Femmer mit der Lösung nicht. „Die Treppen schränken den Schulhof sehr ein und eine große Fläche des Sandes wird blockiert“, sagt Femmer. „Wir hätten uns gewünscht, dass sich alle Beteiligten früher an einen Tisch setzen.“ Femmer beschreibt die Treppen als „schlechten Kompromiss“. Alternativen für die Fluchttreppen hat sich die Schule bereits überlegt, diese werden zurzeit geprüft. Falls die Fluchttreppen bleiben, werden in Zukunft auch Brandschutzübungen gemacht. „Das ist ein besonderer Fluchtweg“, so Femmer. „Die Kinder müssen durch die Fenster klettern, um die Fluchttreppe zu erreichen.“ Das müsse in Zukunft geübt werden. „Der erste Fluchtweg durchs Schulgebäude klappt aber schon“, versichert die Schulleitung.

Was in Zukunft mit dem Martin-Luther-Schulgebäude am Köbbinghof passiert, sei noch unklar. Eine Idee der Verantwortlichen sei, die Klassenräume für die Unterstufe des Gymnasiums Nepomucenum während der anstehenden Umbauarbeiten zu nutzen. Wenn die Planung für die Arbeiten am Schulzentrum konkreter werden, könne Genaueres gesagt werden, so Zirkel. Die Bauarbeiten dort sind für das Jahr 2021 geplant.

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