Coesfeld Einmalige Erfahrungen weitergeben

Coesfeld. Wenn es einen negativen Punkt gibt, den fast alle Fremdsprachenassistenten der HBF16 am Oswald in ihr Fazit aufgenommen haben, dann ist es dieser: Das Auslandspraktikum war zu kurz. Denn egal, ob in Frankreich, Belgien, England, Spanien, auf Malta oder gar auf La Réunion – ihre Praktika haben die Schüler in vielfältiger Hinsicht bereichert. Ihre einmaligen Erfahrungen haben sie am Mittwochmorgen bei der Praktikumsbörse an ihre Mitschüler weitergegeben.

Von Florian Schütte
Coesfeld: Einmalige Erfahrungen weitergeben
Mit kulinarischen Köstlichkeiten der Gastländer und informativen Praktikumsmappen geben die Schüler der HBF16 am Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg bei der Praktikumsbörse ihre kulturellen Erfahrungen im Auslandspraktikum weiter. Fotos: Florian Schütte Foto: az

„Sie können stolz sein auf Ihre Kinder“, sagt Marc-André Tews, Schulleiter des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs und dankt den Eltern für ihre „finanzielle, emotionale und logistische Unterstützung“.

15 Schüler hatten sich Anfang März für acht Wochen in das wahrscheinlich bis dato größte Abenteuer ihres Lebens begeben (wir berichteten). In Unternehmen, wie sie verschiedener oft nicht sein können, feilten die Schüler an ihren Fremdsprachenkenntnissen und der interkulturellen Kompetenz – zum Beispiel in den spanischen Zweigstellen von Lufthansa und Schmitz Cargobull, in einer Imkerei auf der Île-de-Ré, in einer Agentur für Eventmanagement, in einem Fünf-Sterne-Luxushotel auf La Réunion oder auch in mehreren Sprachschulen, die als Unternehmen besonders beliebt waren. Manche Schüler waren sogar für verschiedene Arbeitgeber tätig.

In ihren Präsentationen im Europaraum, durch die die beiden Moderatorinnen Liliana Kort und Megan Smith führten, berichten die Fremdsprachenassistenten von ihren Aufgaben in den jeweiligen Unternehmen. Diese umfassten häufig administrative Tätigkeiten wie Datenmanagement, Angebote erstellen oder Texte übersetzen. Untergebracht waren die Auslandspraktikanten vor allem in Gastfamilien, Wohngemeinschaften oder auch in Hotels.

Natürlich kam auch die Freizeit bei vielen Schülern nicht zu kurz. So berichtet Liliana Kort vom traditionellen Fest „Las Fallas“, das sie in Valencia erlebt hat. Kaja Kucharska nutzte die zwei freien Tage pro Woche zum Tauchen, Paragliding oder auch für einen Hubschrauberrundflug. Und Nina Ostermeyer machte von Brighton aus zweimal einen Abstecher nach London.

Durch die Förderung des Programms Erasmus + hielt sich bei den meisten der Eigenanteil der Kosten in Grenzen. Oftmals lag er nur zwischen 30 und 300 Euro. Der höchste Eigenanteil lag bei 1603 Euro für den achtwöchigen Aufenthalt.

Mitgenommen aus ihren Praktika haben die jungen Leute vor allem eines: Selbstständigkeit – und das „Gefühl, dass einem die Welt offensteht“.

Im Anschluss bedanken sich die Schüler mit Präsenten bei ihren Lehrern und laden zu einem Get-together bei landestypischen Köstlichkeiten im Foyer ein. Dort können Interessierte auch einen Blick in die Praktikumsmappen werfen. Denn die nächsten Schüler stehen schon in den Startlöchern – mit den gleichen Sorgen, aber auch der gleichen Vorfreude. „Es war interessant zu sehen, was die Schüler für Aufgaben hatten“, sagt Elisa Oelerich aus der HBF17 und Fabienne Pleger ergänzt: „Erst wollte ich nicht nach Spanien, aber das mit der Lufthansa klingt echt interessant. Das sollte ich mir doch noch mal überlegen.“

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