Coesfeld
Randalierer pöbelt auf dem Marktplatz

Coesfeld (ct/mr). Sonnenschein und sommerliche Temperaturen lockten am Donnerstagnachmittag zahlreiche Menschen auf den Marktplatz, um ein Eis oder ein kühles Getränk zu genießen oder über den Feierabendmarkt zu schlendern. Doch die Idylle wurde empfindlich durch einen stark alkoholisierten, 48-jährigen Coesfelder gestört.

Freitag, 08.06.2018, 17:38 Uhr

Ein betrunkener Randalierer hielt am Donnerstag Marktbesucher und Polizei in Atem. Foto: az

Um 15.39 Uhr beleidigte er nach Polizeiangaben an der Eisdiele eine 31-jährige Lüdinghauserin in unflätiger Weise. Die Polizei rückte an, nahm eine Strafanzeige wegen Beleidigung sowie Beleidigung auf sexueller Grundlage auf und erteilte dem Coesfelder einen Platzverweis. Daran hielt er sich lediglich bis 16.25 Uhr. Dann tauchte er erneut auf dem Markt auf und legte sich mit einem Beschicker des Feierabendmarktes an, versuchte sogar, den 51-jährigen Lüdinghauser zu schlagen. Dieser wehrte den Schlag ab, wodurch der betrunkene Coesfelder in den Marktbrunnen fiel. Nächster Polizeieinsatz, wiederum Anzeigenerstattung aber diesmal mit Einlieferung ins Polizeigewahrsam zur Verhinderung weiterer Straftaten. Zuvor durchsuchten die Polizisten den Mann nach einem Messer, da er gegenüber dem Lüdinghauser damit gedroht hatte. Ein Messer konnten die Polizisten jedoch nicht bei ihm finden. Nach Richterentscheid blieb der Coesfelder bis 20.50 Uhr in der Polizeizelle.

Wieder auf freiem Fuß, trieb er in der Nacht erneut sein Unwesen auf dem Marktplatz, wo er durch Umwerfen von Stühlen, lauten Gesang und Abspielen von Musik die Nachtruhe störte. Die alarmierte Polizei erteilte um 1.49 Uhr einen weiteren Platzverweis, der offenbar kaum Wirkung zeigte. Denn um 2.25 Uhr beschallte der Ruhestörer erneut den Platz. Als letztes Mittel blieb wiederum die Einlieferung ins Polizeigewahrsam, wo der Mann bis Freitagvormittag, 11 Uhr, blieb. Nach Reduzierung des Alkoholpegels auf ein erträgliches Maß erfolgte gegen Mittag die polizeiliche Vernehmung zu den Tatvorwürfen und eine sogenannte Gefährderansprache, in der dem 48-Jährigen die Konsequenzen seines Tuns aufgezeigt wurden und die Beamten ihn eindringlich zur Ruhe ermahnten. Der Coesfelder zeigte sich einsichtig und zog seiner Wege.

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