Anmeldezahlen der weiterführenden Einrichtungen liegen vor / Pius verdoppelt seine Eingangsklassen
Realschule bleibt stärkste Schulform

coesfeld. Verschiebungen bei der Anzahl der Eingangsklassen (Zügigkeit) an den Gymnasien und viel Raum für Spekulationen: Das lieferten die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen, die Schuldezernent Dr. Thomas Robers am Dienstagnachmittag vorlegte.

Mittwoch, 19.03.2014, 08:28 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 18:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 19.03.2014, 08:28 Uhr

Zum kommenden Schuljahr wechseln 339 Grundschüler aus Coesfeld auf eine weiterführende Schule. Dass die Hauptschule als Schulform laut Robers allgemein mit „einem schwierigen Ruf zu kämpfen“ habe, sei bekannt. Dennoch zeigten die zwei starken Eingangsklassen der Kreuzschule, dass „die Hauptschulen anerkannt gute Arbeit leisten“, findet Robers. Dennoch muss die Anne-Frank-Schule wegen rückläufiger Schülerzahlen geschlossen werden. Insgesamt bleibt die Zahl der Hauptschulanmeldungen jedoch trotzdem konstant.

Auch die Realschulen erfahren mit 192 Anmeldungen einen exakt unverändert hohen Zuspruch. So wechselt fast die Hälfte aller Coesfelder Grundschüler zur Realschule, die damit stärkste Schulform in Coesfeld bleibt. So gingen viele Eltern auf Nummer sicher, vermutet Schuldezernent Robers. Denn: „Nach dem Wechsel zur Realschule ist noch alles offen.“ So stünde es den Schülern nach der Klasse 9 immer noch frei, zu einem Gymnasium oder auf ein Berufskolleg zu wechseln. Außerdem hätten sich beide Realschulen profiliert, was auch die Einpendlerzahlen (17,7 %) aus den Nachbargemeinden – besonders aus Rosendahl und Billerbeck – bewiesen. Unter beiden Realschulen gibt es in diesem Jahr einen Tausch der Zügigkeit: Diesmal liegt Freiherr-vom-Stein mit vier Eingangsklassen vor Theodor-Heuss mit drei Klassen. „Die Schulen mit gebundenem Ganztag haben in diesem Jahr einen Abwärtstrend zu verzeichnen“, stellt Thomas Robers fest.

Dies gilt auch für das Nepomucenum. Dieses verliert im Vergleich zum Vorjahr zwei Eingangsklassen, das Heriburg trotz Zertifizierung zur Europaschule und zweisprachigem Unterrichtsangebot ebenfalls eine. Das Bischöfliche St.-Pius-Gymnasium hingegen verdoppelt seine Zügigkeit von zwei auf vier Klassen im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe dafür sind reine Spekulation. „Oftmals sind es in Freundeskreisen ein oder zwei Trendsetter, denen alle anderen auf die Schule folgen“, sagt Robers. Nächstes Jahr könnten die Zahlen wieder ganz anders aussehen. Dafür liegen bei den Anmeldungen zur Sekundarstufe II das Nepomucenum (14 Anmeldungen) und das Heriburg (16) vor dem Pius mit sieben Anmeldungen für die Oberstufe.

Insgesamt hält sich die Zahl der angehenden Coesfelder Gymnasiasten zu den Einpendlern genau die Waage. Die meisten auswärtigen Schüler kommen aus Rosendahl (34), Billerbeck (48) und Gescher (36) – „und das trotz der Gesamtschule in der Glockenstadt“, zeigt sich Robers verwundert.

Bis Redaktionsschluss lagen sechs Anmeldungen von Coesfelder Schülern noch nicht vor. Da müsse noch geklärt werden, wo diese sich für den Sommer angemeldet hätten, so Robers.

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