Junge-Szene-Mitarbeiterin Meret Sauer taucht ab / Frisbee und Memory unter Wasser gespielt Schwerelos in einer anderen Welt

Coesfeld. Die Geräusche, das Gefühl und die Bewegungen: Es scheint wie eine wundersame andere Welt unter Wasser. Auch wenn es im CoeBad keine Fische und andere Wasserbewohner zu sehen gibt, ist das Tauchen mit Druckluftflasche ein Erlebnis, das sich definitiv lohnt.

Von Meret Sauer
Junge-Szene-Mitarbeiterin Meret Sauer taucht ab / Frisbee und Memory unter Wasser gespielt: Schwerelos in einer anderen Welt
Zuerst müssen die Taucher einen Bleiring umlegen, darüber kommt die Tauchweste mit der Flasche. Bauchgurt, Schnallen und Schultergurte werden festgezurrt und auf geht’s ins Wasser. Foto: privat

Der Tauchsport-Club Coesfeld e.V. bietet jeden ersten Mittwoch im Monat einen Schnuppertauchkurs im Coesfelder Schwimmbad an. Nach einer kurzen Vorbesprechung, bei der einander vorgestellt und die wichtigsten Dinge in Form von Handzeichen, bestimmten Situationen und Bedienung der Tauchgeräte noch einmal besprochen werden, geht es auch schon los.

Zuerst kommt ein zwei Kilogramm schwerer Bleiring um die Hüfte, darüber dann die Tauchweste. Bauchgurt, Schnallen und Schultergurte werden festgezurrt, die Taucherbrille aufgesetzt und ab geht’s ins Wasser.

Über zwei Knöpfe kann man Luft in die Tauchweste ein- oder auslassen um weiter oben oder unten treiben zu können. Ein komisches Gefühl, normal atmen zu können, obwohl man sich ganz unter Wasser befindet.

Einen Test gilt es zu Beginn zu bestehen: Das Prüfen vom Nase-Rachen-Effekt. Sobald Wasser in die Nase kommt, schließt der Rachen und man kann nicht mehr Atmen. Denkbar ungünstig für das Tauchen. Dieser Effekt ist angeboren, verfällt aber bei den meisten Menschen noch als Baby. Um zu überprüfen, ob der Effekt auch sicher verfallen ist, gilt es unter Wasser die Taucherbrille abzunehmen und normal weiter durch das Mundstück einzuatmen – eigentlich simpel. Funktioniert dies, steht dem Spaß des Tauchgangs nichts mehr im Wege.

Es dauert einige Zeit, bis man sich an den Druck auf den Ohren und das ständige Austarieren der Luft in der Weste gewöhnt hat. Am besten taucht man ein paar langsame Runden im flachen, nur zwei Meter tiefen Bereich, bevor man langsam die Schräge in den tieferen Bereich bis hin zu 3,80 Metern Tiefe hinabtaucht. Wichtig ist der Druckausgleich: Nase zuhalten und kräftig hineinblasen. Wer Schmerzen in den Ohren hat, sollte lieber noch einige Zeit im flachen Bereich bleiben. Schwerelos gleitet man durchs Becken. Ein weiterer Bonus ist das wunderschöne Schauspiel, die vielen nach oben steigenden Blasen zu beobachten. Auch Memory auf dem Boden des Schwimmbeckens oder Frisbee unter Wasser gespielt zu haben, kann wohl kaum jemand von sich behaupten.

Einmal unter Wasser möchte man gar nicht erst wieder festen Boden unter den Füßen haben, doch die Stunde ist schneller vorbei, als einem lieb ist und es heißt wieder auftauchen. Anscheinend tickt auch die Uhr in der Unterwasserwelt wohl anders.

Die Anmeldung zum Schnuppertauchkurs erfolgt per E-Mail oder Telefon. Auf fünf Seiten bekommen die angehenden Taucher Infos zum Ablauf, die wichtigsten Handzeichen und eine Gesundheitscheckliste. Diese muss ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden. Ebenso muss man Schuh- und Kleidergröße angeben, damit passende Schwimmflossen und Tauchwesten zu Verfügung gestellt werden können.

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