Übermorgen ist Tag der Jogginghose / Verschiedene Meinungen zum sportlichen Outfit im Schulalltag Bequemlichkeit oder Schlabberlook

Coesfeld (ak/lsy/mjs/kim). Wer kennt es nicht? Morgens im Dunkeln raus in die Kälte, um dann zur Schule zu fahren – da würde jeder Schüler doch am liebsten einfach in Jogginghose bleiben und so zur Schule gehen. Bequem – sportlich – Allzweckwaffe. Jogginghose geht immer! Oder? Im privaten Alltag kein Problem, aber wie sieht das in Schulen aus? Ist der sportlich-leichte Look gern gesehen oder ein absolutes No-Go? Zum Tag der Jogginghose am Sonntag haben wir an verschiedenen Schulen nachgefragt und mal die Meinungen von Lehrern und Schülern eingefangen.

Von Allgemeine Zeitung
Übermorgen ist Tag der Jogginghose / Verschiedene Meinungen zum sportlichen Outfit im Schulalltag: Bequemlichkeit oder Schlabberlook
Jogginghose im Schulalltag – völlig in Ordnung oder ein absolutes No-Go? Da gehen die persönlichen Meinungen von Schülern und Lehrern weit auseinander. Foto: Sarah Kuhlmann

Stefanie Dickmanns, Schülerin der Liebfrauenschule, ist der Meinung, dass es nicht weiter schlimm ist, eine Jogginghose zur Schule anzuziehen. Schließlich wird es unter dem Tisch sowieso kaum gesehen, und es ist viel bequemer als eine Jeanshose, sagt sie. „Ich trage trotzdem gewöhnlich zur Schule Jeanshosen, aber für meine Abiturklausuren werde ich definitiv eine Jogginghose anziehen“, ist sie sich schon jetzt sicher.

Es gibt Jogginghosen in lang und kurz, eng und schlabbrig, schwarz, grau und bunt. Eben ganz nach Belieben. Egal ob funktionell für den Sport oder einfach nur der Gemütlichkeit wegen   – die Jogginghosen sind längst in der Alltagswelt angekommen. Am Pius-Gymnasium gibt es darüber geteilte Meinungen. Jan Krause verdeutlicht seine Meinung als Schüler: „An dieser Stelle würde ich gerne das Zitat von Karl Lagerfeld anbringen: ,Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.’ Ich denke, man sollte sich in der Öffentlichkeit vernünftig anziehen. Während Klausuren kann ich es zwar verstehen, da eine Stresssituation vorherrscht, aber sonst muss es in der Schule nicht sein“, so der Schüler. Anders sieht das die Schülerin Marina Redweik: „Wenn ich Klausuren schreibe, komme ich in Jogginghose, es ist einfach gemütlicher, wenn man so lange sitzt.“

Im Sportunterricht sind Jogginghosen selbstverständlich, doch wie stehen Sportlehrer zu den Jogginghosen außerhalb ihres Unterrichts? Mario Böckmann gibt Auskunft: „Ich muss zugeben, selbst Jogginghosen zu tragen, wenn ich viel Sportunterricht an einem Tag gebe. Es stört mich als Lehrer nicht, letztendlich liegt es im Selbstverständnis der Schüler selbst. Ich kann mir aber vorstellen, dass es bei anderen Schülern nicht so gut ankommt“. Lehrer Marco Aufenanger vom Nepomucenum hat selber nichts gegen Jogginghosen. „Jedoch“, gibt er zu bedenken „ist Kleidung ein Weg, sich seinem Umfeld zu präsentieren. Ob es für Gymnasiasten unbedingt sinnvoll ist, sich anzuziehen wie ein Ruhrgebiets-Klischee, ist fraglich.“ Er urteile jedoch nicht über seine Schüler, wenn sie im Jogginghosen-Chic in die Schule kommen.

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