Junge Szene
„Unten ohne“

Coesfeld. Wind. Schnee. Minusgrade. Alles wird dick eingepackt mit Mantel, Mütze, Handschuhen und Schal. Nur die nackten Fesseln blitzen unter den Hosenbeinen hervor. „Flanking“ heißt der Trend bei dem die Hosen so hochgekrempelt oder umgenäht werden, dass die Knöchel beim Tragen freiliegen. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „flashing“ (zu Deutsch: blitzend/blinkend) und „ankle“ (Knöchel) zusammen.

Sonntag, 11.03.2018, 11:24 Uhr

Bei sommerlichen Temperaturen sorgt die freie Stelle sicherlich für eine angenehme Abkühlung, im Winter möchte man eine Abkühlung aber ja gerade eben vermeiden. „Wer schön sein will, muss leiden.“ Ganz nach diesem Motto laufen insbesondere viele Teenager-Mädchen an Schulen, aber auch junge Frauen an Universitäten im Winter „unten ohne“ mit nackten Knöcheln herum. Die Schülerin Emma Overbeck nennt neben der Ästhetik einen ganz anderen Grund für die hochgekrempelten Hosen: „Bei mir ist es zumindest so, dass die meisten Hosen von der Länge einfach nicht passen und unten zu weit sind, weshalb ich sie bis auf die Höhe, wo sie eng anliegen, hochkremple.“

Student Tristan Scheckler sieht das relativ gelassen: „Letztendlich kann sich jeder so anziehen, wie er mag. Ich persönlich finde es aber bescheuert. Hohe Socken und warme Schuhe, dann friert und erkältet man sich auch nicht.“ Doch wie sieht es mit dem gesundheitlichen Faktor überhaupt aus?

Die Fesseln sind da nicht so wichtig, sollten die Füße jedoch auskühlen, steigt bei Frauen das Risiko für Harnwegserkrankungen.

Meret Sauer

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