Junge Szene
„Auch mal über meine Grenzen hinauswachsen“

Eine Schule ausbauen, Kindern Bildung ermöglichen und eine komplett andere Kultur als die eigene kennenlernen. Das ist der Traum von Sandra Döring. Die Schülerin von der Liebfrauenschule in Coesfeld reist im Herbst nach Tansania, um sich in einem sozialen Projekt zu engagieren. Worauf sie sich am meisten freut und wie sich sich auf die Zeit in Afrika vorbereitet, hat sie im Interview mit Junge-Szene-Mitglied Alina Kuhlmann verraten.

Freitag, 25.05.2018, 12:20 Uhr

Foto: az

Du sammelst Spenden für ein soziales Projekt. Worum geht es genau?

Sandra Döring: Die Spenden sind zugunsten des Tansania-Projektes 2018 der Liebfrauenschule in Zusammenarbeit mit der Organisation „Dialog – Eine Welt e.V.“, um das Schul-Projekt zu erweitern und in den nächsten zwei Jahren auch fertigzustellen. 2010 wurde das Tansania-Projekt durch den Bau einer Schule ins Leben gerufen, die nun durch eine Mensa, Aufenthalts- und Schlafräume ergänzt werden soll.

Wie bist du auf das Tansania-Projekt gestoßen?

Sandra: Zunächst durch meine Schule, die das soziale Engagement der Schüler unterstützen will und für das Tansania-Projekt geworben hat. Privat habe ich mich dann weiter darüber informiert. Für mich hat sich dann herausgestellt, dass ich Teil des Projekts sein möchte und eine von den vier Schülern, die dieses Jahr mitfahren dürfen. Anfang des Jahres habe ich mich beworben und wurde glücklicherweise auch genommen.

Warum hast du dich entschieden, dich für das Projekt zu bewerben, obwohl es kurz vor deinem Abitur ist?

Sandra: Ich möchte mich sozial engagieren. Vor allem möchte ich vor Ort sein und die Kultur kennenlernen. Ich kann mich aktiv daran beteiligen, dass es den Menschen dort besser geht und ihnen auf lange Sicht helfen. Das machen wir zum Beispiel durch die Schule, die wir dort bauen. Die ermöglicht Bildung für die Kinder.

Gibt es Vorbereitungs-Treffen für die Zeit dort?

Sandra: Ja, die gibt es. Die Treffen sind dazu da, um sich gegenseitig besser kennenzulernen. Wir sind nicht in einem Hotel untergebracht, da es schließlich keine Urlaubsreise ist, sondern wir teilen uns mit mehreren Helfern einen Schlafraum. Wir werden also für vier Wochen auf kleinem Raum zusammen leben. Außerdem geht es natürlich auch um praktische und organisatorische Dinge, wie Impfungen, Reisepass und auch, dass jeder Schüler einen Teil an Spenden einbringen muss. Wir besprechen auch, was in Tansania auf uns zukommt, beispielsweise welche Kleidung wir tragen müssen oder wie dort die Essensgewohnheiten sind.

Was erhoffst du dir von der Zeit in Afrika für dich persönlich?

Sandra: Ich erwarte, dass ich an meine Grenzen stoße und über sie hinauswachsen kann. Außerdem wünsche ich mir, dass ich eine schöne Zeit mit den anderen Helfern dort haben werde. Ich möchte viel über mich und über die Leute dort kennenlernen.

Hast du neben der Vorfreude auch Ängste, wenn du auf die kommende Zeit blickst?

Sandra: Es ist nicht nur Vorfreude, sondern ich bin wirklich sehr gespannt und freue mich riesig auf die vier Wochen. Klar habe ich auch Ängste, dass ich mich nicht so gut mit den Menschen verständigen kann oder dass ich trotz Impfung krank werde. Diese Ängste hätte ich aber auch, wenn ich zum Urlaub dorthin fahren würde. Was das Projekt angeht, ist meine Vorfreude definitiv größer als meine Ängste. 7 Wer das Tansania-Projekt unterstützen möchte, kann das in Form von Spenden bei der Darlehenskasse MS machen. Der Kontoinhaber heißt „Dialog hilft Kindern – Eine Welt“ mit der IBAN DE86 4006 0265 0018 1067 00 und der BIC GENODEM1DKM. Bitte den Verwendungszweck „MASSAI – SANDRA“ angeben.

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