kfd Gescher feiert am Samstag 125-jähriges Jubiläum / kfd-Leitung sieht den Verein gut aufgestellt „Bei uns ist frau gut aufgehoben“

Gescher. „Wer Anschluss sucht, ist bei der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) in Gescher gut aufgehoben: Auch als Einzelperson. Wir sind längst nicht mehr der Mütterverein von einst. Wir sind, ebenso wie Frauen allgemein, moderner geworden, machen viele Angebote und unternehmen interessante Fahrten. Bei uns kann jede Frau überall und bei allem mitmachen.“

Von Helene Wentker
kfd Gescher feiert am Samstag 125-jähriges Jubiläum / kfd-Leitung sieht den Verein gut aufgestellt : „Bei uns ist frau gut aufgehoben“
So feierte die kfd vor vielen Jahrzehnten mit Darbietungen in Dirndl und Kopfbedeckung. Foto: az

Wenn Geschers kfd St. Pankratius und St. Marien am Samstag ihr 125-jähriges Jubiläum feiert, dann tut sie das in einem guten Selbstbewusstsein, so wie es die Worte von Margret Lanfer, Mitglied im kfd-Führungsteam, widerspiegeln. Denn Zahlen und Resonanz geben ihr Recht und sprechen für sich. Auf zwei wesentlichen Säulen stehen die Angebote der kfd Gescher mit ihren rund 800 Mitgliedern: Da sind zum einen die geistlichen Impulse wie Wallfahrten (Rad- oder Friedenssternwallfahrt), Rosenkranzandachten im Mai, monatliche Gemeinschaftsmesse, Frühtreff mit Kaffeetrinken. All das komme gut an, sagt Lanfer. Und manches außerordentlich gut: So wird die kfd in Kürze mit 150 Frauen in drei Bussen aufbrechen zu einer Wallfahrt nach Kevelaer, die Pfarrer Hendrik Wenning leitet. „Mit einer so riesengroßen Resonanz hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Lanfer. Ein Grund für die hohe Nachfrage sei sicher, dass Pfarrer Wenning als Kaplan in Kevelaer gewirkt habe.

Doch das „drei-Busse-Phänomen“ kennt die kfd auch von anderen Ereignissen – und das ist ihre zweite große Säule im Veranstaltungskalender: Auf Fahrten zu großen Weihnachtsmärkten in Düsseldorf oder Aachen und zu Musicals sei ebenfalls eine

hohe Beteiligung zu verzeichnen. Lanfer sieht das Erfolgsgeheimnis im „Angebot einer rundum-Versorgung in Gemeinschaft“: „Für alles ist gesorgt. Schon im Bus gibt es eine Erfrischung. Und die Frauen erleben eine interessante Fahrt, die neue Eindrücke und lebendigen Austausch bietet.“

Darüber hinaus versprechen Einzelveranstaltungen vor Ort neue Impulse. Ob ein Refeferat der Polizei, ein bald anstehender Besuch der Beigeordneten Kerstin Uphues, ein Filmabend vom hundertjährigen Jubiläum der kfd: An Angeboten mangelt es nicht. Das, glaubt Lanfer, suchen und wollen Frauen heute. Anregungen, die den Alltag bereichern und Impulse für die einzelne bieten sind offensichtlich gefragt. Und morgen? Da wagt Margret Lanfer keine Prognose. Junge Frauen unter 40 zu erreichen sei eine Herausforderung, weiß sie. „Zum einen sind sie fast alle berufstätig und haben somit wenig Zeit (übrig). Zum anderen sind viele in Kegelclubs, Krabbelgruppen und Cliquen dabei und eingebunden.“ Auch unter diesem Aspekt, den Staffelstab an die nächste Generation erfolgreich weiterzugeben, dürfte das Motto, das sich die kfd zu ihrem 125-Jährigen gegeben hat, Vermächtnis und Auftrag sein: „Das Gestern ist Geschichte, das Morgen noch ein Geheimnis und das Heute ein Geschenk.“

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