Gescher Rettungskräfte sind schneller da

Gescher. Immer mehr Menschen tummeln sich im Außenbereich, radeln, wandern oder joggen in der Natur. Wenn hier etwas passiert, wird es problematisch: Inmitten von Feldern, Wiesen und Wäldern sind präzise Ortsangaben für den Rettungsdienst schwierig. Das ändert sich ab sofort: Auf Initiative der CDU Senioren-Union wird an den Schutzhütten und Ruhebänken im Außenbereich eine Notfallbeschilderung installiert. Die ersten grün-weißen Schilder an insgesamt 61 Standorten hängen bereits, die restlichen werden in den nächsten Tagen durch den Bauhof angebracht. Auf den Schildern steht eine Standortbezeichnung (zum Beispiel GES 005 oder HOC 004), die bei einem Notruf anzugeben ist. Beim Rettungsdienst sind die GPS-Daten der einzelnen Standorte hinterlegt – die Rettungskräfte wissen also sofort, wo sie im Ernstfall hinfahren müssen. „Der Zeitgewinn kann Menschenleben retten“, sagt der SU-Vorsitzende Fritz Leppkes.

Von Jürgen Schroer
Gescher: Rettungskräfte sind schneller da
Freuen sich über die Realisierung der Notfallbeschilderung im Außenbereich, hier in Tungerloh-Pröbsting (v.l.) Marc Evers (Bauhof), Fritz Leppkes (Vorsitzender Senioren-Union), Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Ewald Rudde (Vorstandsmitglied Senioren-Union). Foto: Jürgen Schroer

Im Urlaub, aber auch im benachbarten Velen hat Leppkes die Notfallbeschilderung gesehen. Mit dem Anliegen, diese Idee auch in Gescher umzusetzen, stießen die CDU-Senioren bei Bürgermeister Thomas Kerkhoff auf offene Ohren. „Das haben wir gerne aufgenommen“, sagte der Verwaltungschef beim Ortstermin in Tungerloh-Pröbsting. Zumal auch ein Sponsor gefunden wurde: Die Sparkasse Westmünsterland trägt die Kosten für die Schilder. Hilfreiche Hinweise von Velener Seite und Gespräche mit Bauhof und Kreisleitstelle ermöglichten jetzt die Umsetzung in Gescher.

Die vorbereitenden Arbeiten haben einige Monate in Anspruch genommen. So haben Mitarbeiter des Bauhofes eine Liste der örtlichen Bänke und Schutzhütten erstellt und die GPS-Koordinaten ermittelt. „Das funktioniert über eine App“, erläutert der stellvertretende Bauhofleiter Marc Evers. Mitarbeiter der Verwaltung haben auf einem Übersichtsplan des Stadtgebietes die Rettungspunkte mit den Koordinaten eingezeichnet. Dirk Honermann von der Kreisleitstelle Borken hat wiederum die Daten nach dem „Gauß-Krüger-Koordinatensystem“ überarbeitet und in das System der Leiststelle eingepflegt. Anschließend wurden die Schilder bei der heimischen Schilderfirma Landwehr bestellt. „Anfahrpunkt für Rettungsfahrzeuge“ ist darauf zu lesen. Sie zeigen in Grün auf weißem Grund Kreuz, Stadtwappen, Standortbezeichnung und den Hinweis auf die 112.

Der Dank der Senioren-Union, so Leppkes, gelte allen, die die Umsetzung der Notfallbeschilderung unterstützt hätten: „Wenn auf diese Weise eine schnellere und gezieltere Hilfe für verunfallte Personen erfolgen kann, wäre das der größte Lohn für alle Beteiligten“.

7 Wer weitere Standorte im Außenbereich weiß, an denen eine Notfallbeschilderung Sinn macht, sollte sich an Marc Evers wenden (Tel. 0171-335 18 83).

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