Gescher Gescheraner Wehr bis spät nachts gefordert

Gescher/Nordvelen (ffg). Zu einem Großbrand auf dem Hellweg in Nordvelen – direkt an der Stadtgebietsgrenze – wurde die Feuerwehr Gescher am Montagabend gegen 20.48 Uhr gerufen. Die Gescheraner unterstützten die Feuerwehr aus Velen mit Tanklöschfahrzeugen sowie dem Teleskopmast und Atemschutzgeräteträgern.

Von Allgemeine Zeitung
Gescher: Gescheraner Wehr bis spät nachts gefordert
Stundenlang dauerten die Löscharbeiten auf dem Gehöft in Nordvelen. Foto: az

Eine etwa 40 mal 20 Meter große Pferdescheune brannte in voller Ausdehnung und bedrohte weitere Gebäude. Das Feuer hatte bereits auf ein benachbartes Feld übergegriffen und es gab laut Feuerwehr Gescher mehrere „Entstehungsbrände“ in einem anliegenden Waldstück. Sechs Pferde konnten rechtzeitig auf eine angrenzende Wiese getrieben werden – ein 29-jähriger Mann aus Raesfeld zog sich dabei eine leichte Rauchgasvergiftung zu, so die Polizei.

Aufgrund der Ausdehnung des Brandes und des großen Löschwasserbedarfs wurde die Feuerwehr Gescher hinzugerufen. Neben den Fahrzeugen aus Velen und mehreren Güllebehältern einiger Landwirte und Lohnunternehmer fuhren die wasserführenden Fahrzeuge aus dem Löschzug Gescher und Hochmoor bis spät in die Nacht Pendelverkehr und brachten so Wasser zur Einsatzstelle. Vor Ort wurde das Wasser in Falttankbehältern umgefüllt und von dort die Einsatzstelle versorgt.

Der Teleskopmast wurde zunächst mit dem sogenannten Wenderohr eingesetzt, um die Scheune auch von oben zu löschen. Später leuchtete der Teleskopmast den Innenhof der Einsatzstelle aus. Nachdem das Feuer größtenteils gelöscht war, wurden nach und nach die Fahrzeuge aus Gescher und Hochmoor wieder abgezogen. Für die Feuerwehr Gescher war der Einsatz erst gegen 3 Uhr beendet. Der Sachschaden wird auf rund 250 000 Euro geschätzt.

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