Gescher
Nicht nur Pankratius muss warten

Gescher. Kurz blitzt das Relief in satten Goldtönen auf, als ein Sonnenstrahl von oben durch die Fenster der Glockengießerei fällt. Pastor Hendrik Wenning ist zufrieden mit dem, was er sieht:

Freitag, 10.08.2018, 09:54 Uhr

Dieses Relief des hl. Pankratius, das Pfarrer Hendrik Wenning (l) und Heinrich Sicking von der Glockengießerei hier vorstellen, wird demnächst am Eingang zur neue Kita St. Pankratius in die Wand eingelassen. Foto: Helene Wentker

Die Darstellung des hl. Pankratius, der schon als kleiner Junge den Märtyrertod für seinen christlichen Glauben starb und heute auch als „Heiliger der Schwüre“ verehrt wird, ist gelungen. Bald wird das Relief am Eingang zur neuen Kindertagesstätte St. Pankratius in die Wand eingelassen und verankert werden.

Für die Darstellung habe man mit Einwilligung der Pankratius-Schützen eine Negativform von der Pankratiusstation an der Bahnhofstraße/ Ecke Kochstudio genommen, erläutert Pastor Wenning. Mit dem Guss – „bei 1160 Grad“, wie Kunstgussbearbeiter Heinrich Sicking erklärt – beauftragte die Kirchengemeinde Geschers Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock. Jetzt steht der hl. Pankratius zur Abholung bereit.

Doch muss er noch warten, bis er seinen Bestimmungsort einnehmen kann. „Wir hoffen im Oktober eingezogen zu sein“, formuliert Pastor Wenning vorsichtig, dass es Verzögerungen am Bau gibt. Der Einzugstermin 1. August sei allerdings „auch ambitioniert gewesen“, meint der Pastor. Die Gründungsarbeiten hätten sich als schwieriger als erwartet erwiesen; und auch die Hoffnung, dass alle Handwerkerarbeiten stets nahtlos aufeinander folgen könnten, sei wohl etwas (zu) optimistisch gewesen.

Bekanntlich wird die Kirche die neue Kita vom Investor, Architekt Tenhündfeld in Ahaus, anmieten. Bis es soweit ist, bleibe die Übergangskita im Treff 13 weiterhin in Betrieb, so dass auch zum neuen Kindergartenjahr alle Kinder versorgt seien, sagt Pastor Wenning. Die Leitung der neuen Drei-Gruppen-Kita wird Marcel Winking übernehmen, der die Übergangs-Kita führt.

„Auf die Dauer wird die Pankratius-Kita laut Betriebserlaubnis über 65 Plätze verfügen“, ergänzt Verbundleiterin Inge Schnieder. In diesem Jahr stünden in der neuen Kita zunächst 48 finanzierte Plätze bereit. Davon werden in Absprache mit dem Kreis 15 (statt wie zunächst geplant zwölf) U3-Plätze sein. Sieben pädagogische Fachkräfte (teilweise in Teilzeit) plus eine Praktikantin werden in der neuen Kita beschäftigt.

Auch in den übrigen katholischen Kitas beschreibt Schnieder die Lage als entspannt. In Maria Goretti sowie in der Marienkita stünden einige freie Ü3-Plätze zur Verfügung: „Da könnten noch Kinder kommen.“

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