150 Hektar abgebrannt Feuer im Gildehauser Venn ist gelöscht

Nordhorn -

(Aktualisiert um 11:15 Uhr) In der Nähe von Gronau hat mehrere Stunden lang ein großer Flächenbrand gewütet. Am Dienstagmorgen konnte der Brand gelöscht werden. 150 Hektar des Naturschutzgebiets wurden zerstört.

Brand im Gildehauser Venn
In der Nähe von Gronau wütete am Montag und Dienstag ein großer Flächenbrand. Foto: Stephan Konjer, dpa

Von Montagnachmittag bis zum Dienstagvormittag waren insgesamt rund 350 Helfer von Feuerwehr , Technischem Hilfswerk und Deutschem Roten Kreuz im Einsatz, bis das Feuer gelöscht war. „Es war eine große Fläche. Durch den starken Wind ist das Feuer schnell in alle Richtungen gelaufen“, sagte Kreisbrandmeister Uwe Vernim . In Spitzenzeiten kämpften rund 190 Feuerwehrleute gegen die Flammen an.Nach rund 16 Stunden kam die erleichternde Nachricht: „Feuer aus“. Ein Polizeihubschrauber aus Hannover wurde auf den Weg geschickt, um die abgebrannte Fläche zu überfliegen. „Es ist so verwinkelt hier“, sagte Vernim. Das genaue Ausmaß sei nur aus der Luft zu erkennen. Wo und warum sich das Feuer entzündete, ist nach Einschätzung des Kreisbrandmeisters wahrscheinlich nicht herauszufinden.Die Natur ist wohl glimpflich davon gekommen. Vernim sagte, der Brand sei nur oberflächlich gewesen, einen langfristigen Schaden werde es daher nicht geben. Nach Einschätzung von Landwirten und Förstern könne so ein Feuer sogar gut sein, sagte er. „Die Natur regeneriert sich sehr schnell.“Rund 320 Feuerwehrleute beteiligten sich insgesamt an dem Einsatz. Ein Polizeihubschrauber beobachtete die Lage aus der Luft. In der Nacht wurde der Kampf gegen die Flammen zeitweise unterbrochen. Die Arbeit sei gefährlich, weil die Einsatzkräfte im Moor einsacken könnten, erklärte Stadtbrandmeister Günter Lindemann aus Bad Bentheim am frühen Dienstagmorgen. „Das Feuer hier ist unberechenbar, es frisst sich über Grasbüschel in den Boden und kommt an anderer Stelle wieder raus.“Schwere Verletzungen gab es bei dem Einsatz nicht. Nach Angaben des Kreisbrandmeisters knickte sich allerdings ein Helfer den Fuß um. Bis zum Mittag will die Feuerwehr das Gebiet wieder verlassen. Etwa 5000 Meter Schläuche müssen bis dahin zurückgebaut werden.Der letzte Großbrand im Gildehauser Venn ereignete sich vor 18 Jahren. Damals hatte das Feuer auf dem Gebiet vier Tage lang gewütet.

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