Glenn-Miller-Sound in der Bürgerhalle:
Swing, Swing, Swing

Gronau -

Als Glenn Miller zum letzten Mal zur Posaune griff, war wohl keiner der Musiker geboren, die seiner Musik am Sonntagabend in der Bürgerhalle Tribut zollten.

Dienstag, 18.03.2014, 08:35 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 08:35 Uhr

Als Glenn Miller zum letzten Mal zur Posaune griff, war wohl keiner der Musiker geboren, die seiner Musik am Sonntagabend in der Bürgerhalle Tribut zollten. Für das Publikum dürfte die Rechnung anders aussehen – das Gros der knapp 350 Gäste beim Konzert des „Glenn Miller Orchestra“ hat Titel wie „Moonlight Serenade“, „In The Mood“, „Tuxedo Junction“ und „Chattanooga Choo Choo“ möglicherweise schon in den 40er-Jahren mit dem Ohr am Weltempfänger gehört.

Nach dem Tod des legendären Bandleaders, nur wenige Monate vor Kriegsende, wurde seine Musik vor allem durch den Film „Die Glenn Miller Story“ im Bewusstsein gehalten. Bis heute zählen seine Arrangements zu den Klassikern der Big-Band-Musik.

Das 15-köpfige Tribut-Orchester aus Deutschland und den Niederlanden unter der Leitung von Wil Salden, bot einen Streifzug durch die Swing-Ära, immer wieder akzentuiert durch Miller-Titel, mitunter in eigenen Arrangements. Aber auch Stücke wie „Sing, Sing, Sing“ von Benny Goodman ließen den typischen Sound der 30er- und 40er-Jahre wieder aufleben. Auffallend dabei war das hohe musikalische Niveau, auf dem sich die Band bewegt. Beinahe jeder der Trompeter, Posaunisten und Klarinettisten oder Saxofonisten kam mit einem eigenen Solo zum Zug – jedes Mal mit anhaltendem Applaus quittiert.

Bassist Ingo Senst ist selbst als Solist ein bekannter Name. Und auch Drummer Haye Jellema bewies eine Klasse für sich. Sein Solo in „Sing, Sing, Sing“ geriet zur Lehrstunde in Sachen Dynamik, wobei gerade die leisen Töne die waren, die für die höchste Aufmerksamkeit sorgten. Der verdiente Lohn: frenetischer Applaus und Jubelrufe.

Weitere Highlights: Register-Choreografien mit Effektdämpfern, die auch schon mal als Hüte herhalten mussten, szenisches Spiel zu „Chattanooga Choo Choo“ und Sängerin Miett Molnar in authentischer Robe mit dem passenden 40er-Jahre Hairstyling. Das Publikum hätte wohl auch über die drei Zugaben hinaus ausgeharrt.

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