Ina Schröer und Werner Benkhoff Verse und Bilder wie aus einem Guss

Heek-Nienborg -

„Ich lasse mich ein“ ist ein Vers aus einem kurzen Gedicht von Ina Schröer sowie Programm und Titel eines Buchs, das sie soeben zusammen mit dem in Nienborg gebürtigen Maler Werner Benkhoff veröffentlicht hat. Eine ungewöhnliche Allianz präsentiert sich hier.

Die Bocholterin geht zum ersten Mal mit ihrer Lyrik an die Öffentlichkeit und hat als Co-Autor einen Maler gefunden, dessen „Farbexplosionen“ „aufs Schönste“ mit den Texten korrespondieren – so die Kölner Historikerin und Kunstexpertin Bettina Bouresh in der Einführung des Buchs . Dabei sind Texte und Bilder unabhängig voneinander entstanden. „Und doch fügen sie sich, als ob sie füreinander geschaffen wären“, schreibt Bouresh.

Die Bocholter Geschäftsfrau war schon 62 Jahre alt, als sie sich an der Universität Münster für ein Seniorenstudium einschrieb. Sie hörte Vorlesungen über Literatur, Geschichte und Religionswissenschaften. Sie erfüllte sich damit einen Jugendtraum. Das Studium hat sie mit einem Zertifikat längst abgeschlossen, aber es markiert auch den Beginn einer zweiten Karriere als Dichterin.

„Als ich ihre Gedichte zum ersten Mal las, war ich sogleich eingefangen“, sagte der in Düsseldorf lebende Maler und Buchautor Werner Benkhoff . „Lass uns etwas gemeinsam machen“, war sein Vorschlag. Die beiden Autoren, die sich aufeinander eingelassen haben, kennen sich seit ihren Jugendjahren. Sie gehören sozusagen zum selben großen Familienverbund. Ina und ein älterer Bruder von Werner Benkhoff heirateten in dieselbe Bocholter Familie ein. Der Maler grub tief in einem reichhaltigen Fundus aus 30 Jahren künstlerischer Arbeit und fand Bilder der verschiedenen Art, die zur Lyrik Schröers passten: Öl- und Acrylbilder, Pastelle, Zeichnungen, Aquarelle.

Werner Benkhoff ist in den vergangenen Jahren als Autor von Büchern über Westfalen und die westfälische Geschichte bekannt geworden. Seiner Heimatgemeinde Nienborg ist der ehemalige Wirtschaftsjournalist (Handelsblatt), der in Ahaus sein Abitur machte und in Münster und Göttingen Volkswirtschaft studierte, eng verbunden. Für die Gemeinde Heek verfasste er eine kleine bebilderte Geschichte der ehemaligen fürstbischöflichen Landesburg, einige seiner größeren Öl- und Acrylbilder sind in einer Dauerausstellung im Haus Hugenroth zu besichtigen.

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Ina Schröer, Werner Benkhoff: „Ich lasse mich ein“ ist im Selbstverlag erschienen und für 19,80 Euro über die Autoren zu beziehen (info@wernerbenkhoff.de).

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