Komiker zu Gast in der Dinkelgemeinde
Heimspiel für Ingo Oschmann

Heek -

„Endlich wieder zu Hause“, ruft Ingo Oschmann den Gästen im voll besetzten Saal der Gaststätte „Zum Alten Kaiser“ zu und wedelt dabei stolz mit der Flasche Lagerkorn, die ihm Bürgermeister Helmich geschenkt hat. Bereits am Nachmittag zog er mit seiner Zaubershow jüngere Gäste in den Bann, und auch bei der Abendvorstellung fällt ihm wie durch Zufall eine Bowlingkugel aus dem Hemd.

Dienstag, 18.03.2014, 16:26 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.03.2014, 16:26 Uhr

Vorher flaniert er kaum bemerkt durch den Saal und plaudert mit seinen Gästen. Er freue sich, dass so viele da sind, denn das sehe er auch jetzt nach seinen Erfolgen nicht als selbstverständlich an. Ohne Starallüren und Gehabe begibt er sich fast unauffällig auf die Bühne und legt los. Mit Tricks, Gags und Nachdenklichem zu allerlei Themen, die ihm offensichtlich wirklich an die Nieren und auf die Nerven gehen, zaubert und verzaubert er die Gäste im Saal.

Oschmann reiht sich in die Riege der kränkelnden männlichen Weicheier ein, die bereits vorsichtshalber im Hochsommer mit diversen Medikamenten gegen die Erkältung im Winter vorbeugen. Die Infos auf den Medikamentenzetteln nimmt er ebenso aufs Korn wie die Kommunikation per Smartphone. „Apps – das waren früher Applikationen an einer Jacke. Heute hat jedes Kind eine App. Anstatt sich mit den Freunden zu treffen, wird den ganzen Tag gedaddelt.“

Man nimmt ihm ab, was er auf der Bühne von sich gibt, er ist spontan und bindet das Publikum in seine Show ein.

Bei allem, was er an diesem Abend zu erzählen hat, outet er sich als Fan der 80er-Jahre. Kein Wunder, denn in dieser Zeit ist Oschmann groß geworden. Zusammen mit seinen meist gleichaltrigen Gästen schwelgt er in Erinnerungen, referiert über die Schlagerrallye, Kultserien im Fernsehen und Musikkassetten. Diese haben es ihm besonders angetan. „In den 80ern“, so Oschmann, „war nur Omas Wäsche online.“ Technische Geräte und Frauen – da kommt er automatisch auf die Zuckerwatte-Maschine und gibt den Männern gute Ratschläge, wie man die Frauen mit dieser Errungenschaft umgarnen kann: „Bei einer selbst gemachten Zuckerwatte rutscht die Liebste vom Stuhl und direkt in die Kiste.“

Eine Einweisung in die Zauberschule gibt er beim von Uri Geller bekannten Trick mit dem verbogenen Löffel. Alle schauen gebannt hin und mit einem Schlag hat die Umgebung von Heek rund 160 Zauberer mehr. Zum Schluss begeistert er mit dem magischen Quadrat und lädt alle Gäste anschließend mit einem Augenzwinkern zu einer After-Show-Party in den Keller von Bürgermeister Helmich ein. Nicht fehlen darf der Hinweis auf sein soziales Engagement als Schirmherr für den Verein Herzkinder Ostfriesland . Auch hier merkt man, dass es ihm ein wirkliches Anliegen ist, sich einzusetzen und aufzurütteln.

Oschmann verabschiedet sich mit der Bitte, wiederkommen zu dürfen, und die Zuschauer laden ihn gleich zur nächsten Show ein – mit stehenden Ovationen.

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