Kreis Coesfeld Weiter auf Wachstumskurs

Kreis Coesfeld. Von einer Wachstumspause kann im Kreis Coesfeld keine Rede sein, jetzt jedenfalls noch nicht. „Die Zeichen stehen nach wie vor nach oben“, sagte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr im Pressegespräch in Coesfeld zum Geschäftsbericht der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH. Im Schulterschluss mit den Städten und Gemeinden sei am Standort gefeilt worden, insbesondere, was den Ausbau von Glasfaser für schnelles Internet angeht.

Von Viola ter Horst
Kreis Coesfeld: Weiter auf Wachstumskurs
Freuen sich über Wachstumspläne: wfc-Geschäftsführer Dr, Jürgen Grüner (4.v.l.), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (5.v.l.) und die wfc-Projektleiter, die auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken. Foto: Viola ter Horst

Trotzdem bekommen die Unternehmen die Konsequenzen von Wachstum, niedrigen Arbeitslosenzahlen und guter Auftragslage nicht nur positiv zu spüren: „Fachkräfte und Nachfolger werden gesucht“, sagte wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner. Und oft fehle in Unternehmen die Luft – die Zeit oder die Leute –, um sich mit Projekten zu beschäftigen, die sie eigentlich gerne auf der Agenda stehen hätten.

Die Zahl der Sozialversicherungsbeschäftigten war sogar die höchste seit Beginn der Messungen, so Grüner. Der Standort Kreis Coesfeld ist nach den Zahlen im Geschäftsbericht 2017 gefragter denn je. In 76 Fällen hat die wfc Unternehmen zu Ansiedlungen, Erweiterungen und Standorten beraten. Bereits 2016 lag die Nachfrage mit 68 Gesprächen auf hohem Niveau. „Wir haben eine große Nachfrage in diesen Bereichen“, so Prokurist Thomas Brühmann.

Wirtschaft fühle sich im Kreis Coesfeld wohl, folgerte Schulze Pellengahr.

Weiter voran geht es mit dem Kooperationsprojekt 3D-Druck für den Mittelstand. „Wir haben mit unserem Konzept einen Förderwettbewerb vom Bundesministerium gewonnen und konnten 100 000 Euro für den Innovationsstandort Kreis Coesfeld sichern“, berichtete Grüner. Mit dem Kompetenzzentrum Coesfeld wurde daran gearbeitet, eine Interessensgemeinschaft auszubauen. Keine Frage für den Landrat: „Beim 3D-Druck ist schon ein bisschen Revolutionskraft drin“, meinte er.

Stolz ist die wfc, die im vorigen Jahr Jubiläum feierte, auf die Ergebnisse beim Breitband-Ausbau. „Nach Abschluss der Arbeiten in Dülmen und Havioxbeck haben 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu buchen“, so Breitbandbeauftragter Jochen Wilms. Landesweit liegt die Quote bei acht Prozent. „Wir sind froh, dass wir schon früh auf Glasfaser gesetzt haben“, meinte Schulze Pellengahr. Der Kreis sei damit beispielgebend und finde inzwischen bundesweit Nachahmer.

Besonders hervorzuheben sei das Engagement von Bürgern, so hätten Landwirt im Außenbereich Leerrohre verlegt, damit der Glasfaserausbau dort vorangebracht werden kann, hob Grüner hervor. Doch damit nicht genug: „Unser Ziel ist ein flächendeckender Glasfaserausbau“, sagte Grüner.

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