Kindergarten-Bedarfsplan Im Ort Ascheberg fehlen Kita-Plätze

Ascheberg -

Im Ort Ascheberg werden mehr Kindergartenplätze gewünscht als vorhanden sind. Ein Ü 3-Überhang trifft auf freie Kapazitäten in Herbern, im U 3-Bereich sollen Gruppen überbelegt werden.

Von Theo Heitbaum
Die Zahlen aus dem Kindergartenbedarfsplan des Kreises zeigen einen rapiden Anstieg bei den U 3-Kindern in der Ortschaft Ascheberg.
Die Zahlen aus dem Kindergartenbedarfsplan des Kreises zeigen einen rapiden Anstieg bei den U 3-Kindern in der Ortschaft Ascheberg. Foto: Christ

Die Gemeinde Ascheberg muss in der Ortschaft Ascheberg wohl weitere Kindergartenplätze schaffen. Das Thema wird in der nächsten Woche den Jugend-, Senioren-, Sozial- nd Sportausschuss beschäftigen. Für dieses Jahr geht der Kindergartenbedarfsplan auf Gemeindeebene mit 411 Ü 3- und 154 U 3-Plätzen (Vorjahr 446/131) nur auf, weil die übergroße Ü 3-Nachfrage in Ascheberg auf freie Kapazitäten in Herbern trifft. Dazu werden U 3-Gruppen in Ascheberg laut Bedarfsplan überbelegt werden. Unter dem Strich steht, so Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus , dass „alle Kinder einen Platz bekommen werden, in einigen Fällen aber nicht in der gewünschten Einrichtung.“

In der Ortschaft Ascheberg wünschen 23 Kinder mehr einen Ü-3-Platz als es mit 210 Plätzen im Kindergartenbedarfsplan vorgesehen ist. In Herbern hingegen sind von 144 Plätzen nur 125 durch Kinder aus dem Dorf besetzt. Bedeutet: Nach den aktuellen Zahlen müssen bis zu 23 Ascheberger Kinder mit einem Platz in Herbern vorlieb nehmen.

Der Kindergartenbedarfsplan des Kreises Coesfeld ist ein sperriges Zahlenwerk. Dort sind die Wünsche der Eltern auf drei Gruppentypen und drei Betreuungslängen aufgeteilt worden. Leicht zu sehen ist in diesem Zahlenwerk auch, dass der U 3-Druck in der Ortschaft Ascheberg besonders groß ist. Die vier Typ II-Gruppen werden deutlich überbelegt. Nach dem Kibiz sind das Gruppen mit jeweils zehn Kindern von null bis zwei Jahren. Bei je einer Gruppe pro Ascheberger Kita ergeben sich vier Gruppen mit 40 Kindern. Tatsächlich weist der Kindergartenbedarfsplan hier 53 Kinder aus, weil er vorsieht, alle Gruppen überzubelegen.

Dahinter steht, dass nach den Wünschen der Eltern in der Ortschaft Ascheberg 94 U 3-Plätze eingeplant sind. Vor zwei Jahren waren es nur 40 Plätze. Das Interesse hat sich also mehr als verdoppelt. Besonders schwierig: Waren 2009 im Ort Ascheberg für 300 Kinder etwa 13 Gruppen nötig, sind es im nächsten Jahr für 327 Kinder durch den höheren Betreuungsbedarf der Kleinen fast 19 Gruppen.

„Wir reden in Ascheberg über einen Bedarf von drei Gruppen“, berichtet Fachbereichsleiter Helmut Sunder-haus auf Anfrage der „Westfälischen Nachrichten“. Er sei durch Zuzüge und ein Anmeldeverhalten entstanden, das sich – wie in anderen Orten auch – nicht nach den Planzahlen des Kreises entwickelt habe. So sei der Kreis bei den Zweijährigen davon ausgegangen, dass 80 Prozent einen Platz wünschten, tatsächlich seien es 93 Prozent. Bei den Einjährigen habe die Annahme bei 20 Prozent gelegen, der aktuelle Wunsch der Eltern liege aber bei fast 50 Prozent. „Das ist schwierig zu planen. Wir haben an einigen Stellen Provisorien und überbelegte Gruppen. Wir müssen schauen, ob sich Bedarf verfestigt. Einerseits möchten wir wenig Überbelegungen und Provisorien, andererseits aber auch keine Bauruinen“, beschreibt Detlef Schütt, Fachbereichsleiter beim Kreis die Lage.

Aktuell arbeitet die Gemeinde Ascheberg an einem Vorschlag für den Fachausschuss in der nächsten Woche.

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