Passionsmusik Zeit zur inneren Einkehr

Herbern -

„Passionen“ rückten am Sonntagabend in St. Benedikt Herbern die Leidensgeschichte Jesu intensiv in den Blickpunkt der Besucher einer musikalischen Einkehr.

Von Nicole Klein-Weiland
Das Gemshorn-Quartett trug außergewöhnliche Töne zur Passionsmusik in der Kirche St. Benedikt bei.
Das Gemshorn-Quartett trug außergewöhnliche Töne zur Passionsmusik in der Kirche St. Benedikt bei. Foto: nico

Die Bibeltexte, die Jesu Leiden auf dem Kreuzweg und am Kreuz schildern, sind den meisten Christen bekannt. Neben dieser Beschreibung durch Worte wurde die Leidensgeschichte Jesu nach den Berichten der Evangelien aber auch immer wieder in Töne gefasst und musikalisch dargestellt. Diese „Passionen“ rücken in der Zeit vor Ostern die Leidensgeschichte Jesu intensiv in den Blickpunkt. Als Angebot zur Besinnung auf das Auferstehungsfest boten verschiedene Akteure am Sonntag Passionsmusik in der Gemeindekirche St. Benedikt .

Ein Wechsel aus meditativer Musik und Bibellesungen gab dabei die Möglichkeit zur inneren Einkehr . Gestaltet wurde das geistliche Konzert mit Oboen- und Orgelmusik, Klängen des Gemshorns sowie Chorgesang.

Mit jubelnden Klängen eröffnete das Verina-Ensemble aus Werne die musikalische Andacht. Die Singgemeinschaft unter Leitung von Hans-Joachim Wensing gestaltete im Verlauf des Konzerts mehrere vierstimmigen Psalmenvertonungen von Mendelssohn und Lewandowski klangschön, stilsicher und mit großem inneren Einsatz.

Außergewöhnliche Töne brachte das Gemshornquartett (Angelika Bochmann, Manuela Sartory, Brigitte Westhues und Uwe-Reiner Bochmann ) zu Gehör. Mit warmer Klangfarbe intonierten die vier Musiker mit ihrem Schnabelflöten Werke der Renaissance.

Oboistin Brigitte Heeke aus Münster bereicherte die Andacht um eine weitere musikalische Facette: Sie ließ mit Begleitung von Uwe-Reiner Bochmann an der Orgel die Choralsonate „Herr Jesu Christ, du höchstes Gut“ von Volker Gwinner erklingen.

Das Publikum in der gut besuchten St. Benedikt-Kirche ließ sich von der feierlichen Stimmung der Andacht tragen. So hielt es nach den letzten verklingenden Tönen zunächst noch einen Moment inne und spendete erst dann allen Akteuren begeistert Applaus.

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