Bürgerstiftung Havixbeck hatte eingeladen „Die Liebe zur Perfektion“

Havixbeck -

Olympia-Siegerin Helen Langehanenberg hielt die Festrede beim Wintermahl der Bürgerstiftung Havixbeck. Ihr charmanter Stegreif-Vortrag erntete beim Publikum großen Beifall.

Von Arndt Zinkant

„Vielen Dank für die Möhren“, hätte der Hengst Damon Hill wohl gedacht, wenn er sein Präsent persönlich bekommen hätte. Natürlich gab es außerdem Blumen für seine Reiterin, Helen Langehanenberg , die die Festrede beim Wintermahl der Bürgerstiftung Havixbeck hielt. Die Weltcup-Gewinnerin 2013 und Silbermedaillengewinnerin 2012 schilderte in sehr persönlichen Worten ihren Weg zur Weltspitze. Ihr charmanter Stegreif-Vortrag erntete beim Publikum im Landgasthaus Overwaul großen Beifall.

Klaus Gottschling , der Vorsitzende der Bürgerstiftung, wies in seiner Begrüßung auf die Problematik der demografischen Entwicklung hin. „Immer mehr und immer öfter wird die ehrenamtliche Tätigkeit in den vorhandenen sozialen Strukturen gefragt sein.“ Diese zu unterstützen sei Aufgabe der Bürgerstiftung. Kein Wunder, dass Gottschling die Musikschule als besonderes Beispiel nannte, die nun auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Seit letztem Jahr darf sich das Jugendblasorchester das „beste Deutschlands“ nennen.

Den klingenden Beweis lieferte sogleich das Ensemble „Saxonata“. Meike Freytag, Wiebke Petereit, Florian Westphal und Lina Neuber zeigten an vier Saxofonen mit Klangwucht ihr Können. Von französischer Moderne über Ragtime Dance bis zu Leonard Bernsteins „West Side Story“-Themen ging die Reise.

Klangliche Delikatessen, die gut zum erlesenen Vier-Gänge-Menü des Abends passten. Zu Beginn hatten die jüngeren Mitglieder des Blockflötenquartetts kecke Renaissance-Weisen gespielt. Auch Niklas Wempe, zwölfjähriger Regionalsieger bei „Jugend musiziert“, beeindruckte enorm.

„Und wie bewegt man nun ein PS so schwebend?“, wollte Moderator Hans-Gerd Hense launig von Helen Langehanenberg wissen. Die Reiterin, lange wohnhaft in Havixbeck, gab Einblicke in ihr Metier.

Wie sie als Fünftklässlerin auf einem Ponyhof ihr Herz ans Reiten verlor – lange bevor sie wusste, dass es Turniere gibt. Talent und Glück hätten ihr den Weg geebnet zur Ausbildung bei Ingrid Klimke, zum Dressurreiten. „Die Liebe zur Perfektion, eins werden mit dem Pferd.“ Man müsse natürlich mit dem Pferd zusammenwachsen, das habe sie bei ihrem „Star“ Damon Hill erfahren. Dann, beim Wettkampf: „Wie das Pferd anfängt, für einen zu kämpfen!“ Die Olympia-Siegerin schwärmte vom magischen Moment, das Stadion erstmals zu erblicken. Ein wenig konnte der Saal es an diesem Abend nachempfinden.

Leserkommentare
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2326445?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F947672%2F