Doppelkopfturnier
Zocken bis der Arzt kommt

Greven -

340 Spieler nahmen am Freitag am großen Doppelkopfturnier des Schützenvereins Frohsinn Ost teil. Felix Grube hatte die besten Karten und gewann den ersten Preis.

Montag, 17.03.2014, 15:49 Uhr

In 28 Jahren fehlte er nur zweimal – und auch mit 82 Jahren hält er dieser Doppelkopf-Institution noch die Treue. „Solange ich noch kann, bin ich immer dabei. Ich möchte noch mal gewinnen, nachdem ich vor vielen Jahren mal 240 D-Mark gewonnen habe“, sagt Jürgen Trautmann .

Doppelkopfspieler wie er sind die größte Freude für Werner Teupe , der – ebenfalls von Beginn an – das überaus beliebte Turnier der Superlative im Ballenlager organisiert. „Das Schönste für mich ist, dass es sehr, sehr viele Spieler gibt, die von Anfang an dabei sind und immer wiederkommen, weil es ihnen so gut gefällt.“ So war auch die 28. Auflage des Doppelkopfturniers des Schützenvereins Frohsinn Ost ein voller Erfolg mit 340 Kartenspielern an 85 Tischen im Ballenlager und in der Kulturschmiede.

Kurze Begrüßung durch den Schirmherr und Ehrenvorsitzenden Werner Teupe sowie die Sponsoren und schon geht es los. Per Losentscheid auf die vielen Tische verteilt, hoffen die Spieler auf ein gutes Blatt und kämpfen mit gesundem Ehrgeiz und viel Spaß um den Rundensieg und die vielen Geld- und Sachpreise. Nach drei Serien mit je 16 Spielen geht es weiter an einem anderen Tisch. „Viele kommen vor allem, weil es gemütlich ist und Spaß macht“, weiß Teupe, der beim Rundgang durch die „Spielhalle“ immer wieder gegrüßt und ob der gelungenen Organisation gelobt wird.

Denn längst folgen nicht nur Doppelkopfhobbyspieler oder -Profis aus Greven und Umgebung dem Ruf ins Kulturzentrum. Nein, hier messen sich Spieler aus Hamm, Osnabrück, Halle, Kamen, Recklinghausen und, und, und. Und auch alterstechnisch gibt es eine große Vielfalt, Spieler von 18 bis 85 sitzen sich da gegenüber. „Ich bekam sogar Anfragen von 15-Jährigen, die wir aber aus Jugendschutzgründen ablehnen mussten“, berichtet Teupe. Selbstverständlich mischt sich auch Lokalprominenz wie Bürgermeister Peter Vennemeyer, Stadtwerke-Chefin Andrea Lüke und Wirtschaftsförderer Stefan Deimann unter die Doppelkopfzocker.

Schnell lernt man sich da kennen. „Es ist immer eine gemütliche Runde hier“, erklärt etwa der Grevener Klaus Fraune, warum er immer wieder dabei ist. Das Grevener Doppelkopfturnier hat sogar schon seine eigenen schönen Geschichten zu erzählen. So weiß Teupe von einem Paar, das sich letztes Jahr am Doppelkopftisch im Ballenlager kennengelernt hat – und ihm neulich eine Karte aus dem ersten gemeinsamen Urlaub schickte.

Dieses ganze Paket erfordert eine Menge Organisationstalent. „Der gesamte Vorstand packt mit an“, lobt Werner Teupe und ergänzt angesichts der Teilnehmerzahl: „Ohne die Auswertung per Computer würde auch gar nichts mehr gehen.“

Am Ende war es ein Grevener, der wohl die beste Kombination aus Blatt, Partner und Taktik vereinte. Felix Grube sicherte sich mit insgesamt 116 Punkten den Hauptpreis von 400 Euro samt Wanderpokal. Den Sonderpreis unter den 65 teilnehmenden Damen verdiente sich Sophie Kruse aus Schermbeck, die mit 80 Punkten auch den sechsten Platz belegte. Und Jürgen Trautmann? Bei ihm reichte es diesmal noch nicht für einen der Hauptpreise, doch er wird bestimmt nächstes Mal wiederkommen. Der Termin für die 29. Auflage jedenfalls steht mit dem 13. März 2015 bereits fest.

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