Eineiige Drillinge geboren Dreifaches Glück im Minutentakt

Reckenfeld -

Jan, Tom und Max - so heißen die Sprösslinge der Familie Bolewski aus Reckenfeld, die in der Nacht zu Dienstag in der Uniklink Münster zur Welt kamen. Mit den Eltern freut sich der große Bruder Damian.

Von Oliver Hengst
Aus Ultraschallbildern wurden Babys: Jan, Tom und Max. Die eineiigen Drillinge kamen in der Nacht zu Dienstag in der Uniklinik Münster zur Welt.
Aus Ultraschallbildern wurden Babys: Jan, Tom und Max. Die eineiigen Drillinge kamen in der Nacht zu Dienstag in der Uniklinik Münster zur Welt. Foto: oh

Sie sind da: Die Reckenfelder Familie Bolewski geht nicht mehr zu dritt, sondern ab sofort zu sechst durchs Leben. Anna Bolewski brachte in der Nacht zu Dienstag in der Uniklink Münster eineiige Drillinge zur Welt – die Chancen auf eine solche Schwangerschaft stehen 1:200 000 000.

Die Neuankömmlinge heißen Jan, Tom und Max, wie der Fernsehsender RTL am Dienstag in seiner Sendung „Punkt 12“ berichtete. Die Familie hat mit dem Sender vereinbart, dass sie in den letzten Monaten vor der Geburt und im Jahr danach von einem RTL-Team begleitet wird.

„Wahnsinn! Wahnsinn! Wir sind so glücklich“, sagte der frisch gebackene Drillings-Vater Aleksander Bolewski in die RTL-Kameras. Die Jungen waren per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Eigentlich hatten er und seine Frau die Klinik für eine Routineuntersuchung aufgesucht, als plötzlich die Wehen einsetzten. Da die 33. Schwangerschaftswoche erreicht war – für eine Mehrlingsgeburt ein durchaus üblicher Zeitpunkt – entschlossen sich die Ärzte der Uniklinik, zu handeln. Wie dem Bericht der Fernsehjournalisten zu entnehmen ist, kamen die Kinder im Minutentakt zur Welt.

Die eineiigen Drillinge kamen auf gänzlich natürlichem Weg zu Stande – eine Sensation, die einen großen Medienrummel auslöste, kaum dass sich die Nachricht von der seltenen Schwangerschaft in Reckenfeld herumgesprochen hatte. Auf einer eigens in Leben gerufenen Facebook-Seite „Anna‘s Drillingswunder“ sollte die Hilfe für die Familie koordiniert werden – mit mäßigem Erfolg. Geld- und Sachspenden tröpfelten eher, als dass sie sprudelten. In die Freude über das überwältigen Erlebnis mischte sich daher auch Sorge der Familie, wie die Situation nach der Geburt gemeistert werden könnte. „Irgendwie werden wir es schon hinbekommen“, strahlte Anna Bolewski seinerzeit gegenüber den WN Zuversicht aus. Eine ihrer größten Sorgen damals: „Ich kann mir bis jetzt nicht vorstellen, wie wir sie auseinanderhalten sollen“, sagte die damals noch werdende Drillingsmama im Interview schmunzelnd. „Das ist ein Wunder, was uns da passiert. Wir sind von ganzem Herzen dankbar.“

Auf der Facebook-Seite gratulierten gestern die ersten Internetnutzer. Die Kinder werden aktuell auf der Kinderintensivstation der Uniklinik versorgt, sollen laut RTL-Bericht aber innerhalb der nächsten Tag zu ihrer Mama verlegt werden.

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