Historischer Radweg 90 Minuten Geschichte und Geschichten

Reckenfeld -

Neues Personal, neue Angebote: Hildegard und Rudolf Wieskötter sind ab sofort für den historischen Radweg in Reckenfeld zuständig. Erstmals bieten sie auch geführte Touren an.

Von Oliver Hengst
Rudolf und Hildegard Wieskötter sind ab sofort für den historischen Radweg durch Reckenfeld zuständig. Ganz neu: Sie bieten nun auch geführte Touren an.  
Rudolf und Hildegard Wieskötter sind ab sofort für den historischen Radweg durch Reckenfeld zuständig. Ganz neu: Sie bieten nun auch geführte Touren an.   Foto: oh

8,7 Kilometer – das sollte auch für jene Radfahrer zu schaffen sein, die noch kein E-Bike ihr Eigen nennen, sondern mit reiner Muskelkraft auskommen müssen. Im flachen Reckenfeld kein Problem. Zumal am Wegesrand spannende Geschichte(n) warten. Der historische Radweg durch den Ortsteil führt an Gebäuden, Plätzen und Straßen entlang, die die besondere Entstehungsgeschichte dokumentieren.

„Das ist bundesweit – wahrscheinlich sogar weltweit – einmalig, dass aus einem Depot ein Wohnort geworden ist“, sagt Rudolf Wieskötter . Dieses Wissen müsse bewahrt und lebendig gehalten werden. Weshalb er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Hildegard ab sofort um den historischen Radweg kümmert. Neu ist vor allem, dass nun auch geführte Touren angeboten werden, bei denen die Wieskötters mit den Teilnehmern die markanten Punkte abfahren und dabei nicht nur Fakten, Fakten, Fakten präsentieren, sondern auch so manches Hintergründige zu den Gebäuden und den Menschen, die mal dort wohnten und arbeiteten. Manchen baulichen Zeitzeugen sieht man ihre besondere Vergangenheit zudem erst auf den zweiten Blick an – gut, wenn man in Begleitung der Wieskötters unterwegs ist, die den Blick auf die Details lenken und die Geschichte erlebbar machen können.

Hildegard Wieskötters Großvater gehörte einst zu den Siedlern der ersten Stunde, seine Wurzeln liegen im Block C – dort, wo das künftige „ Haus der Geschichte “ (Lennestraße) die besondere Wohnsituation in den damaligen Schuppen zeigt. 2016 soll das Museum eröffnet werden. Schon jetzt ist das im Umbau befindliche Haus Start- und Zielpunkt der Touren, nach seiner Fertigstellung kann dort auch eine Bewirtung stattfinden.

Einzelpersonen oder Kleingruppen können sich einer der Touren anschließen, die über „Greven Marketing“ koordiniert werden. Größere Gruppen können einen individuellen Termin ausmachen. Die dafür fälligen 40 Euro fließen komplett in den Schuppen-Umbau in der Lennestraße. „Wir machen das rein ehrenamtlich“, betont Hildegard Wieskötter.

Für die Radtour sollten Teilnehmer rund eineinhalb Stunden einplanen. In dieser Zeit erfahren die Mit-Fahrenden viel Wissenswertes, bekommen aber sicher auch die eine oder andere Anekdote aus dem Ortsleben erzählt. Welche genau? „Das geben wir jetzt noch nicht preis“, sagt Hildegard Wieskötter schmunzelnd. Schließlich soll manches den zahlenden Gästen der Radtouren exklusiv vorbehalten bleiben.

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