Votum gegen Realschule
Grevener Jusos für Sekundarschule

Greven -

Die Grevener Jusos sprechen sich in einer Pressemitteilung für die Einführung einer Sekundarschule in Greven aus. Die sei die einzige Möglichkeit, das selbst gesetzte Zeil zu erreichen, alle Grevener Schüler an einer weiterführenden Schule im Ort zu unterrichten.

Montag, 17.03.2014, 17:48 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 17:08 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 17:48 Uhr

Die Grevener Jusos sprechen sich in einer Pressemitteilung für die Einführung einer Sekundarschule in Greven aus. Dies sei die einzige Möglichkeit, das selbst gesetzte Ziel zu erreichen, alle Grevener Schüler an einer weiterführenden Schule im Ort zu unterrichten.

„Die Realschule ist eine funktionierende Schulform, wenn sie in ein dreigliedriges Schulsystem eingebettet ist“, heißt es in dem Schreiben der Jusos. Diese Schulform lebe davon, dass die Schüler nach der vierten Klasse den verschiedenen Schulformen zugeordnet werden. Auch bestehe in einem funktionierenden dreigliedrigen Schulsystem immer die Möglichkeit, den Realschülern, die leistungsschwächer als erwartet sind, einen Schulwechsel zur Hauptschule zu ermöglichen. Wo es keine Hauptschule mehr gebe, entstehe für die Realschule das Problem, dass die leistungsschwachen Schüler nicht mehr wechseln können, sondern an der Realschule verbleiben. Nicht zuletzt werde die Realschule zukünftig weiterhin Schüler des Gymnasiums sowie die im laufenden Schuljahr zuziehenden Schüler auffangen müssen. „Für diese neue Situation und die daraus resultierende Rolle ist eine Realschule aber nicht ausgelegt“, argumentieren die Nachwuchs-SPDler.

Im Gegensatz dazu sei eine Sekundarschule darauf ausgerichtet alle Schüler zu unterrichten und zu fördern. Sie hat, im Vergleich zu einer Realschule, mehr Lehrer für die gleiche Anzahl an Schüler zur Verfügung. Durch eine Kooperation sowohl mit der Gesamtschule als auch mit dem Gymnasium werde den Kindern und Jugendlichen „eine hervorragende Chance geboten ihr Abitur zu machen“. Eine Sekundarschule biete außerdem, ähnlich wie eine Gesamtschule, die Möglichkeit, sich den Schulabschluss lange offen zu halten.

Den in der Debatte verwendeten Begriff „Resteschule“ sehen die Juso sehr kritisch. „Denn wir reden hier von Kindern und Jugendlichen, denen alle Türen offen stehen. Es kann nicht sein, dass bei einer Debatte, in der es um die Zukunft der Grevener Schüler und Schülerinnen geht, allen Ernstes von ,Resten’ gesprochen wird“, schließt die Presseinfo.

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