„Amazon Factory“ überrascht beim Jazz-Bistro
Videos untermalen Musik

Lengerich -

Die Überraschung ist „Amazon Factory“ gelungen: Beim jüngsten Jazz-Bistro in der Gempt-Halle präsentierte die Formation nicht nur erstklassige Musik, sondern auch dazu passende Filmeinspielungen.

Montag, 17.03.2014, 16:06 Uhr

Die Band „ Amazon Factory “ ist immer für Überraschungen gut. Am Freitag verwöhnte sie Jazz-Liebhaber nicht nur durch ihr exquisites Spiel, auch visuell wurde man in neue Welten entführt. Zu verdanken war diese Bereicherung einer Idee von Matthias Westermann , der für die technische Umsetzung der Videoproduktionen sorgte.

Wie viele Stunden Mehrarbeit bei der Vorbereitung solch eines innovativen Projekts erfordert sind, kann man nur erahnen. Das Produkt konnte sich auf jeden Fall hören und sehen lassen. Mit Feingefühl und Sensibilität waren die einzelnen Musikstücke mit den Videoprojektionen kombiniert worden.

Uwe Seyfert und Matthias Westermann hatten die Filme gedreht, so dass auch das Material ihre „Handschrift“ trug. Die Kombination von Musik und bewegten Bildern schuf eine ganz andere Atmosphäre, als man es vom Jazz-Bistro gewohnt ist. Normalerweise stammen die Arrangements der Band vom Pianisten Ken Pehmöller. Aber auch dies war anders. In den Proben waren sie von allen Mitgliedern der Band gemeinsam geschaffen worden.

Iring Bromisch am Schlagzeug konnte sich beim facettenreichen Programm intensiv einbringen. Sein punktgenaues Spiel entsprach bestens den rhythmischen Elementen der einzelnen Filmszenen. Ob am Klavier oder am Keyboard, Ken Pehmöller zeigte sich der eher klangmalerischen Herausforderung durchaus gewachsen.

Gitarrist Thorsten Wiggers und Bassist Florian Seidenstücker fügten dem Sound ein betont jazzrockiges Element hinzu. Zur klangfarbenreichen und lyrisch-melodiegebundenen Komposition von Uwe Seyfert „Not until she leaves“ gab es einen kleinen filmischen Vorspann als Einstieg in dieses Musik-Video-Projekt.

Mit Pat Metheny‘s „Every Summer Night“ wurde das Publikum in die rasante Welt der Skateboarder entführt. Bei „We live here“ erlebte man im Zeitraffer mehrere Tage an einem Busbahnhof, wobei der Spannungsbogen von täglicher Hektik und nächtlicher Ruhe perfekt musikalisch umgesetzt wurde.

Eher für eine härtere Gangart sorgte die Band beim rein musikalisch umgesetzten „ Frankenstein “ von Edgar Winter. Bei solch kraftvollem Sound hätte dies auch eine eher monumentale Filmsequenz erfordert. Für das Publikum war dieses Jazz-Bistro sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis.

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