Festakt in Freiburg: Saerbeck nimmt den Salvamoser-Preis entgegen Lob und Lohn für vorbildliches Engagement

Saerbeck/Freiburg -

Für diesen Preis war Saerbecks Bewerbung maßgeschneidert. Als Lohn gibt es außer der Ehre auch 20 000 Euro aus der Georg-Salvamoser-Stiftung. Dafür nahm eine Abordnung aus Saerbeck zwei lange Autofahrten in Kauf.

Gruppenbild mit Urkunde (von rechts):
Gruppenbild mit Urkunde (von rechts): Foto: Georg-Salvamoser-Stiftung

Bis ans andere Ende der Republik führte die Reise am Sonntag für eine Delegation aus Saerbeck : Freiburg , die Solarhauptstadt Deutschlands, war das Ziel. 600 Kilometer sind das – und die Strecke darf man mit zwei multiplizieren, denn am gleichen Tag ging es wieder zurück nach Saerbeck. „Aber was macht man nicht alles für eine Preisverleihung?“, fragt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung über die Verleihung des Salvamoser-Preises am Sonntag in Freiburg.

Vor allem, heißt es dort weiter im Text, wenn der Preis renommiert ist und auch noch mit dem ansehnlichen Preisgeld von 20 000 Euro dotiert ist.

Der Georg-Salvamoser-Preis, benannt nach dem Freiburger Solarpionier und Unternehmer Georg Salvamoser , zeichnet Projekte aus, die den Umstieg auf eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien vorantreiben.

Da war die Saerbecker Bewerbung sozusagen maßgeschneidert. Die Klimakommune wurde ausgezeichnet für „eine neue Dimension der dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energien“ im Bioenergiepark, so die Jury. Als besonders preiswürdig sieht die Jury das konsequente Ausschöpfen des regenerativen Strompotenzials an. „Als Plusenergiegemeinde rückt Saerbeck in eine neue zukunftsweisende Dimension der Energiewende vor. Sie zeigt, dass die Potenziale für 100 Prozent erneuerbare Energien auf lokaler Ebene im Überfluss vorhanden und auch finanzier- und umsetzbar sind.“

Weitere Preisträger waren ein Unternehmen der Solarbranche aus Baden-Württemberg und ein Hotel. Gut 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden waren bei der Preisverleihung in der Solar-Fabrik Freiburg zugegen.

„Wir waren die einzigen Nordlichter“, weist Bürgermeister Roos mit einem Schmunzeln auf die starke „Südorientierung“ des Wettbewerbes hin. „Wir haben aber in Gesprächen gehört, dass an unserer Bewerbung eigentlich kein Weg vorbei geführt hat.“ Auch der Umstand, dass Franz Alt in der Jury saß, war ein Pluspunkt für Saerbeck. Alt hatte 2008 Saerbeck besucht und mit einem Vortrag in der Bürgerscheune einen wichtigen Impuls für die Klimaschutzprojekte gegeben.

Auf die Ausschreibung des Preises hatte Joost Sträter, sachkundiger Bürger, die Gemeindeverwaltung aufmerksam gemacht. Sträter war neben Bürgermeister Roos, Bauamtsleiter Andreas Fischer und Projektleiter Guido Wallraven bei der Preisverleihung dabei.

Das Preisgeld von 20 000 Euro ist zweckgebunden. Darauf wies Maria Salvamoser, die das Werk ihres verstorbenen Mannes fortsetzt, ausdrücklich hin. „Das haben wir ihr gerne zugesichert. Das Geld dient der Kofinanzierung des außerschulischen Lernstandortes“, so Bürgermeister Roos.

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