Bürgermeisterwahl: Ralf Najorka gibt 142 Unterschriften ab „Der Unabhängige“ hat genügend Unterstützer

Westerkappeln -

„Das ist doch schon mal ein Anfang“, sagt Ralf Najorka lachend. Der 50-Jährige hat es geschafft. Am Dienstagmorgen gab er im Rathaus seine Unterstützerunterschriften für die Kandidatur um das Bürgermeisteramt ab. 142 sind zusammengekommen. 130 hätten auch gereicht.

Von Frank Klausmeyer
Mit 142 Unterstützer-Unterschriften hat Ralf Najorka am Dienstagmorgen ins Rathaus marschiert.
Mit 142 Unterstützer-Unterschriften ist Ralf Najorka gestern Morgen ins Rathaus marschiert. Foto: Frank Klausmeyer

Ralf Najorka hat es geschafft. Am Dienstagmorgen gab er im Rathaus seine Unterstützerunterschriften für die Kandidatur um das Bürgermeisteramt ab. 142 sind zusammengekommen. 130 hätten auch gereicht. „Das ist doch schon mal ein Anfang“, sagt er lachend.

Angst vor der eigenen Courage hat der 50-Jährige nach Bekanntgabe seiner Bewerbungsabsichten Ende Januar nicht bekommen. „Ich bin mir meiner Sache nach wie vor ganz sicher, dass man etwas tun muss“, sagt er. Sein Tatendrang wird auch nicht durch den Umstand gebremst, dass zwischenzeitlich zwei weitere Kandidaten ( Annette Große-Heitmeyer , CDU , sowie Martin Laumann-Stening, Grüne) auf den Plan getreten sind. „Es wird spannend“, meint der Diplom-Betriebswirt mit Blick auf den 25. Mai.

Großartig die Werbetrommeln gerührt hat Najorka, der als unabhängiger Kandidat antritt, noch nicht. Bislang, so erzählt er, habe er sich lediglich in vielen persönlichen Gesprächen und Begegnungen bekannt gemacht.

Nun will Najorka den Wahlkampfmotor langsam anwerfen. So werde in den nächsten Tagen eine Homepage im Internet freigeschaltet ( www.ralf-najorka.de ), auf der er sich näher vorstellen möchte. Auch ein Spendenkonto hat der Senior-Controller und Betriebsratsvorsitzende eines großen mittelständischen Logistikers eingerichtet. Als unabhängiger Bewerber steht keine Partei hinter ihm. Den Wahlkampf muss er folglich ganz alleine finanzieren.

In den kommenden Wochen will Ralf Najorka durch die Gemeinde „tingeln“, wie er es nennt, und „ohne aufdringlich zu sein“ – auf sich aufmerksam machen und seine Visitenkarten verteilen. Auf denen stellt er sich als „Der Unabhängige“ mit dem Wahlspruch „Zukunft gemeinsam gestalten“ vor.

„Alles andere kommt dann im Mai“, kündigt Najorka für die heiße Phase des Wahlkampfes an. So will er auch beim Maimarkt mit einem eigenen Stand Präsenz zeigen.

Mit den meisten Parteien habe er schon gesprochen, unter anderem darüber, wer wem vielleicht eine Wahlempfehlung gibt, sollte es zur Stichwahl kommen. „Man weiß ja nicht, was am 25. Mai passiert“, sagt „Der Unabhängige“ und rechnet sich anscheinend selbst Chancen auf einen zweiten Wahlgang aus. „Es ist natürlich wichtig, dass die anderen wissen, wer ich bin und was ich will.“

Mit dem Amtsinhaber Bürgermeister Ullrich Hockenbrink (SPD) hat Najorka nach eigenen Angaben noch kein Wort gewechselt. „Ich glaube auch nicht, dass der mit mir sprechen will – obwohl er dazu die Gelegenheit gehabt hätte“, erzählt der unabhängige Herausforderer über eine Begegnung bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, bei der Najorka am Zapfhahn stand. „Aber da war ich ja auch ganz privat.“

Dafür macht Najorka jetzt eine Ansage an Hockenbrink im Zusammenhang mit dessen Erklärung bei einer SPD-Versammlung, wonach sich die Genossen auf einen „Wischiwaschi-Wahlkampf“ der politischen Gegner einstellen müssten. Darüber scheint sich Najorka geärgert zu haben. „Am Ende kann es sein, dass der eine oder andere keinen Job mehr hat.“

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2332266?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947718%2F947762%2F