Nachbarschaften und Vereine im Säuberungseinsatz Aquarium aus der Olfe

Ahlen -

Unter dem Motto „Ahlen putz(t)munter“ waren am Samstagvormittag viele fleißige Hände damit beschäftigt, die Stadt für das Frühjahr schön zu machen. In Parks und Anlagen, auf Wiesen und Feldern, quer durch die Gewerbegebiete und in den Wohnsiedlungen räumten sie auf. Unterwegs waren rund 300 Freiwillige.

Von Peter Schniederjürgen

Alte Hasen bei der Aktion „A hlen putz(t)munter“ sind die Nachbarn vom Bürgermeister-Corneli-Ring. „Wir sind seit drei Jahren immer rund um die Olfe unterwegs“, sagt Mario Eckhoff . Gemeinsam mit der ganzen Familie – Ehefrau Jana-Johanna und die Töchter Amy und Marie – geht’s am Samstag motiviert ans Werk.

„Es hat sich zu einer Sache der ganzen Nachbarschaft entwickelt. Insgesamt sind wir jetzt mit neun Leuten unterwegs“, zeigt Eckhoff entlang des Olfelaufs auf einen Teil der Mitstreiter. Die verteilen sich über ein recht großes Areal. Zwischen Konrad-Adenauer- und Bürgermeister-Corneli-Ring wird zu Lande und im Wasser aufgeräumt. Sven Kaupenjohnann und Sebastian Nowicki übernehmen den maritimen Teil der Räumaktion.

„Tolle Sachen findet man hier“, sagt Kaupenjohann – und hebt verwundert ein Aquarium aus der noch recht kalten Olfe. Ansonsten sammeln sich Unmengen Plastikmüll, Flaschen und Schrott in den Müllsäcken. „Im vergangen Jahr haben wir einen echt erschreckenden Fund gemacht“, erinnert sich Mario Eckhoff. Da förderten die Aufräumer eine Tasse mit Hakenkreuz zu Tage.

Nicht weniger aktiv geht es im Sportpark Nord zu. Sportler und Funktionäre, acht an der Zahl, haben sich das große Sportgelände vorgenommen. „Das Biotop am Park ist wohl nur noch den illegalen Müllentsorgern bekannt“, wundert sich Dieter Massin. Mit seiner Putztruppe des Stadtsportbundes, den Vereinen Gaye-Genclik und der Aramäer-Spielgemeinschaft, holen sie Windeln und Schrott aus dem Gebüsch. Einschließlich alter Kinder-Tretautos und Tret-Traktoren.

Mittags zieren unzählige volle Abfallsäcke die Straßen der Stadt. Dann ist Pause für die eifrigen Helfer angesagt – in der Hauptfeuerwache. Hier wartet eine kräftige Erbsensuppe auf die „Heinzelmännchen“ der Wersestadt. Rund 150 Liter des nahrhaften Eintopfs werden von Baudezernent Andreas Mentz in Vertretung des Bürgermeisters Benedikt Ruhmöller umgerührt, gewürzt von erfahrenen Feuerwehrköchen. Fast wie „daheim“ in der Kaserne lässt es sich Hauptmann Stefan Huber, Chef der 4. Kompanie im Sanitätsregiment 22, mit rund 20 Freiwilligen aller Kompanien des Ahlener Regiments schmecken. „Wir haben uns das Umfeld der Kaserne vorgenommen“, meldet der Kompaniechef.

Die Aktion, getragen von vielen Sponsoren, zog Teilnehmer in 24 Gruppen an. Für die Kinder war das Mittagessen in der Fahrzeughalle sicher der spannendste Abschnitt des Tages. Schließlich kann man nicht alle Tage die großen roten Autos aus der Nähe sehen und auf dem Feuerwehr-Rasenmäher spielen.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2326702?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947766%2F947768%2F