Streik-Schwerpunkt Umweltbetriebe und Bürgerservice
Müll und Bürger mussten stehenbleiben

Ahlen -

112 Beschäftigte der Stadtverwaltung waren Dienstag im Rahmen des von „ver.di“ ausgerufenen Warnstreiks im Ausstand. Hauptsächlich betroffen waren die Umweltbetriebe und der Bürgerservice – beide blieben den ganzen Tag über geschlossen.

Mittwoch, 19.03.2014, 08:48 Uhr

Die Sperrböcke standen schon am Montagabend an den Einfahrten – Dienstagmorgen riegelten sie die Umweltbetriebe ab. Das hatte mehr Symbolwert, zumal sowieso niemand aufs Gelände gekommen wäre – das schwere Rolltor blieb dicht. Streik. Wer es nicht mitbekommen hatte, konnte an der Alten Beckumer Straße auf der Hacke kehrt machen, vorbei an auf die Zufahrt gesprühten Arbeitskampf-Parolen wie „Zeit für Helden“ oder das „ ver.di “-Motto „Wir sind es wert“.

Das halten um 7.45 Uhr auch Jutta Schulz und Jörg Adomat im Stadthallenfoyer als Transparent hoch. Die stellvertretende „ver.di“-Geschäftsführerin im Bezirk und der Sprecher der Betriebsgruppe der Stadtverwaltung geben sich entschlossen. „Die erste Runde ist ja ergebnislos geblieben – nicht mal ein Angebot. Das mögen wir gar nicht!“ Mit diesem „ersten Aufschlag“ am Dienstag werde man sehen, wie es wirke, so Schultz. Donnerstag laufe die zweite Verhandlung. Man wolle diesmal öffentlich geschlossen auftreten – deshalb die Fahrt nach Münster zum Landeshaus und nicht, wie vor zwei Jahren, dezentrale Kundgebungen.

Jörg Adomat spricht für die Ahlener Gewerkschafter und betont die Wichtigkeit des Ausstandes: „Die 100 Euro sind gerade für die unteren Lohngruppen gedacht – damit die auch mal ‘nen Schluck aus der Pulle kriegen.“ Sie seien bei den letzten Tarifrunden „immer leer ausgegangen“. 112 Beschäftigte der Verwaltung waren im Streik, außer dem Baubetriebshof auch der Bürgerservice und die Kita Wetterweg betroffen. Die Bewohner der Bezirke, wo der Bioabfall stehenblieb, müssen ihn zum nächsten Termin dazustellen.

Bei den Stadtwerken waren zehn Beschäftigte in den Ausstand getreten. „Bäderbetriebe, Kundencenter und Bereitschaftsdienst laufen reibungslos, das hält sich sehr in Grenzen“, teilte Geschäftsführer Hans Jürgen Tröger auf „AZ“- Anfrage von der Industriestraße mit.

 

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