Zum Teil großer Zulauf bei den Schulen
Anmeldungen liegen im Trend

Ahlen -

Keine signifikanten Abweichungen gegenüber früheren Jahren weist das Wahlverhalten der Eltern bei den Anmeldungen für die weiterführenden Schulen auf. Die Gesamtschule und das Bischöfliche Gymnasium mussten wieder Schüler abweisen, die Overbergschule bildet drei Eingangsklassen.

Dienstag, 18.03.2014, 08:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 18.03.2014, 08:46 Uhr

M ichael Ballmann hat allen Grund zu strahlen: An Ahlens einzig verbleibender Hauptschule sind für das kommende Schuljahr 60 Kinder angemeldet. Für den Rektor ist das ein deutliches Indiz für die große Akzeptanz der Schule . „Wir sind eine Angebotsschule“, betont Ballmann in diesem Zusammenhang, die bewusst von den Eltern gewählt werde. Was auch daran deutlich wird, dass etwa 30 Prozent der angemeldeten Schüler mit einer Realschulempfehlung kommen.

Darüber hinaus praktiziert die katholische Hauptschule auch schon seit einiger Zeit die zum 1. August verpflichtende Inklusion. „Die Inklusionsklassen sind in der Regel doppelt besetzt“, unterstreicht Ballmann. Neben seiner Schule beteiligt sich auch die Fritz-Winter-Gesamtschule aktiv an der Inklusion. Deren Leiter Alois Brinkkötter hatte einmal mehr die unangenehme Aufgabe, vielen Eltern abzusagen, denn die Schule kann nur 175 Schüler pro Jahrgang aufnehmen. „Wir hatten aber 310 Anmeldungen “, stellt Brinkkötter fest, der in diesem Procedere bereits Erfahrung hat. Nach der Gründung von Gesamtschulen in Neubeckum, Ennigerloh und Oelde war ei­gentlich mit einem Rückgang der Anmeldezahlen zu rechnen. Mit der Feststellung „90 Prozent der Anmeldungen sind Ahlener“ weist Brinkkötter Spekulationen zurück, dass jetzt mehr Schüler aus Drensteinfurt oder Sendenhorst kämen.

Dagegen sind für das Bischöfliche Gymnasium St. Michael die Nachbarstadt Sendenhorst und der Drensteinfurter Ortsteil Walstedde nach wie vor ein wichtiges Einzugsgebiet. Mit den 118 Anmeldungen kann Schulleiterin Mechtild Frisch wie gehabt vier Klassen bilden. Nur während der Um- und Neubauphase habe es einmal ei­nen Ausrutscher nach unten gegeben, als nur drei Klassen eingerichtet werden konnten. Ein Dutzend Anmeldungen wurden seinerzeit zurückgewiesen.

Mit 91 Anmeldungen liege das Städtische Gymnasium im Soll, führt Schulleiter Siegfried Knepper aus. Das stelle gegenüber dem Vorjahr einen geringfügigen Rückgang dar, der aber der demografischen Entwicklung geschuldet sei, so Knepper. Auch die Sekundarschule hat mit 138 An­meldungen ge­gen­über dem Schuljahr 2012 / 13 nur einen geringfügigen Rückgang zu verzeichnen.

Den Trend bestätigt auch Christoph Wessels, der als zuständiger Fachbereichsleiter die passenden Zahlen parat hat. Danach beträgt der Rückgang im Landesdurchschnitt 3,8 Prozent, im Regierungsbezirk liegt er wie im Kreis Warendorf bei 4,2 Prozent und in Ahlen bei 4,3 Prozent. Eine noch deutlichere Sprache sprechen die absoluten Zahlen. Von 2002 bis 2012 ging die Zahl der Grundschulkinder von 2888 auf 2142 zurück.

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