Bürgerinitiative gegen Gasbohren Überdimensionaler Protest

Drensteinfurt -

Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren fährt zu einer Demonstration nach Düsseldorf, bei der sich die Teilnehmer für die Umsetzung der Energiewende einsetzen wollen. Die BIGG-Mitglieder werden dabei mit einer überdimensionalen roten Hand, die sie selbst genäht haben, gegen Fracking protestieren.

Längst ist die rote Hand zum Erkennungszeichen vieler Fracking-Gegner geworden. In vielen Gärten Drensteinfurts leuchtet die rote Hand sichtbar.

Derzeit arbeiten die Mitglieder des Öffentlichkeitsausschusses der Bürgerinitiative gegen Gasbohren intensiv an einer riesigen Hand, die selbst bei „Google Earth“ erkennbar wäre. Zehn mal sieben Meter sind die Maße der Hand, mit der die Bürgerinitiative für ihre Forderungen größere Aufmerksamkeit erlangen will. Diese wollen sie zu einer Demonstration mitnehmen, deren Thema die Energiewende ist.

„In der großen Masse der Demonstrierenden gehen wir noch unter. Wir wollen aber sichtbar sein“, meinte Barbara Kuhlmann , Mitglied der BIGG. „Damit jeder sieht, dass wir am Ball bleiben, bis es eine gesetzliche Regelung für die Erdgasbohrungen oder besser noch ein komplettes Verbot gibt.“

„Wenn alles reibungslos weitergeht, nehmen wir die Hand mit nach Düsseldorf . Dafür brauchen wir aber insgesamt 30 Personen, die diese Hand tragen. Wir würden uns freuen, wenn sich viele mit uns auf den Weg nach Düsseldorf machten“, fügte BIGG-Mitglied Rudi Naerger hinzu.

Am Samstag, 22. März, treffen sich alle Demonstranten um 11 Uhr am Drensteinfurter Bahnhof. Um 11.23 Uhr fahren sie mit der Regionalbahn nach Düsseldorf, wo um 13.30 Uhr die Demonstration beginnt.

Dass es weiterhin wichtig sei, sich lautstark zu zeigen, bewiesen auch die jüngsten Ereignisse um die Aufsuchungserlaubnisse. „Es fehlt komplett die versprochene Transparenz im Blick auf die Informationsweitergabe von Seiten des Bergamtes. Anfragen an das Bergamt werden ignoriert“, berichtete Stefan Henrichs, der Vorsitzende des Vereins. Daher wird die Bürgerinitiative einen Antrag an die Stadt stellen, die fehlende Transparenz beim Bergamt in Arnsberg einzufordern. Zudem soll die Stadt alle Bürger der Stadt Drensteinfurt über den aktuellen Stand in Sachen Fracking informieren.

Für die BIGG sei klar, dass eine gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Frage nach Aufsuchungserlaubnissen zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas längst überfällig sei, schreibt Kuhlmann abschließend.

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