Hegering Drensteinfurt-Walstedde
Niederwild bereitet riesige Sorgen

Drensteinfurt/Walstedde -

Die Jäger in der Region haben Sorgen. Bei der Versammlung des Hegerings Drensteinfurt-Walstedde wurde deutlich, wie wenig Niederwild es nur noch gibt. Von einer „Niederwildkatastrohe“ war die Rede. Auch beim Hegering läuft nicht alles nach Wunsch. Viele Veranstaltungen wurden zuletzt nur schlecht abgenommen.

Montag, 17.03.2014, 15:00 Uhr

Schlechte Resonanz bei den Aktionen und arge Probleme mit dem Niederwild in den Revieren: Der Hegering Drensteinfurt-Walstedde blickte am Freitagabend bei seiner Generalversammlung auf ein eher weniger erfolgreiches Jahr zurück.

Zunächst begrüßte der erste Vorsitzende Jörg Vogelsang die rund 50 anwesenden Jägerinnen und Jäger im Saal der Gaststätte „La Piccola“. Im Anschluss übergab er das Wort an Dr. Hermann Hallermann , Vizepräsident des Landesjagdverbandes und Hegeringsleiter in Rinkerode , der einige Neuigkeiten aus der Kreisjägerschaft vorstellte. Das über allem stehende Problem sei das des Niederwildes: „Die Niederwildkatastrophe im Kreis Warendorf ist da. Im ganzen Gebiet von Rinkerode wurden im letzten Jahr nur neun Fasane erlegt.“ Ob Krankheiten, schlechte Lebensbedingungen oder andere Faktoren an der Misere schuld seien, vermochte Hallermann nicht zu sagen. Erste Ergebnisse verschiedener Forschungsgruppen sollen dazu bereits am 30. April in Everswinkel bei der Kreisjägerschaftsversammlung vorgestellt werden.

Auch Jörg Vogelsang äußerte sich in seinem Jahresbericht zu Beginn zu dieser Problematik. Dabei setzt er vor allem auf die Zusammenarbeit mit den Landwirten: „Wir müssen uns zusammensetzen und darüber reden, anstatt uns gegenseitig die Schuld zuzuschieben.“

Die Veranstaltungen und Aktionen des Hegerings seien, so Vogelsang, 2013 nicht immer ein Zuschauermagnet gewesen. Das Familienfest auf Haus Venne, bei dem Jagdhundrassen und ein Falkner präsentiert wurden, besuchten nur zehn Mitglieder. Auch die Fahrt zum Jugendparcours nach Buke war mit gerade einmal zwei Jungjägern kein Erfolg.

Erfreuliches gibt es dagegen von den Jagdhornbläsern zu berichten: Beim Kreiswettbewerb im Juni gewannen die Drensteinfurter Jagdhornbläser den ersten Preis. Auch das Wildgrillseminar soll nach guter Teilnahme im vergangenen Jahr 2014 wiederholt werden. Darüber hinaus veranstaltet der Hegering eine Waldolympiade für Grundschüler und eine Fahrt nach Buke im August. Beim Stadtfest soll zudem ein Stand mit der „Rollenden Waldschule“ besetzt werden. Die Jagdhornbläser werden außerdem eine Sonntagsmesse im Juli musikalisch mitgestalten.

Im Anschluss folgten der positive Kassenbericht und die Entlastung des Vorstandes. Bei den Vorstandswahlen wählten die rund 50 Jägerinnen und Jäger Erich Weißen zum neuen Kassenprüfer.

Danach referierte Mario Grawe über sein selbst entwickeltes Konzept der „Kunstbauten mit Lebendfangeinrichtung“. Mit diesen Fallen sollen Füchse behutsam gefangen werden. Ziel sei es, das Niederwild zu schützen. Dabei verglich Mario Grawe seine Fallenkonstruktion mit anderen Kunstbauten und präsentierte Erfahrungen.

Zum Abschluss ehrte Jörg Vogelsang langjährige Mitglieder: Für 25 Jahre erhielt Martin Gawellek eine Auszeichnung, für 60 Jahre Vereinstreue wurden Josef Friedag und Hubertus Jeymann geehrt.

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