Grüne spenden Apfelbaum Schüler freuen sich auf die erste Ernte

Everswinkel -

Die Achtklässler der Verbundschule, die sich im Rahmen des Biologieunterrichts für das Garten-Projekt gemeldet haben, waren schon richtig fleißig. Nachdem im Unterricht mit Lehrer Daniel Wenzek geklärt worden war, was ein Garten kann und soll, wurde gemeinsam entschieden, auf den zur Verfügung stehenden 200 Quadratmetern einen Nutz-, Zier-, Erholungs- und Natur-Garten anzulegen.

Von Michele Waßmann
Einen Roten Gravensteiner pflanzten die Achtklässler der Verbundschule mit vereinten Kräften im neuen Schulgarten. Der Apfelbaum ist eine Spende der Grünen.Er wurde übergeben von Frank Winkler und Saniye Özer (l.)
Einen Roten Gravensteiner pflanzten die Achtklässler der Verbundschule mit vereinten Kräften im neuen Schulgarten. Der Apfelbaum ist eine Spende der Grünen.Er wurde übergeben von Frank Winkler und Saniye Özer (l.) Foto: Waßmann

Die 20 Schüler können dabei auf allerlei Unterstützung bauen. Die Gemeinde hat neben Materialien wie Schotter, Kant- und Pflastersteine auch für die Umzäunung des Geländes gesorgt. Zu besonders günstigen Konditionen gab es Sämereien von der Firma Nebelung, Stauden von Schulze Tertilt, Werkzeug vom Raiffeisen-Markt und mit Ahmerkamp wird noch über ein Gartenhaus „verhandelt“. Überall, freuen sich Wenzek und Schulleiter Hubertus Kneilmann-Uekötter , sei man auf offenen Ohren und Unterstützung gestoßen – auch beim Schul-Förderverein.

Schon bei der Einweihung des neuen Schultraktes 2011 hatten die Grünen der Schule einen Obstbaum versprochen. Jetzt wurde er als künftiger Schattenspender für die Mitte des Schulgartens geliefert und mit vereinten Kräften gepflanzt.

Der hochstämmige Rote Gravensteiner wächst sehr stark, bildet hochgewölbte Kronen und kann 100 Jahre alt werden. Er verlangt einen ausgesprochen feuchten Boden und feuchte Luft und gedeiht an Wasserläufen und Teichrändern am besten, wissen die Fachleute. Die Herausforderung für die Schüler, die eigentlich nur jeden Dienstag zwei Schulstunden Zeit haben, um den Schulgarten auf Vordermann zu bringen, ist es nun in den ersten Wochen kräftig zu gießen, damit der Baum auch angeht. Doch die Mühe lohnt sich, werden doch edelaromatische, saftige, süßsäuerliche Äpfel versprochen.

Bis die Äpfel im schuleigenen Hauswirtschaftsunterricht verarbeitet werden können, wird es noch ein wenig dauern. Aber auf den ersten Salat und Kräuter aus dem Schulgarten können sich die Schüler schon freuen. Angepflanzt werden sollen auch Brombeeren. Mit deren Blättern können dann die Stabheuschrecken gefüttert werden, die von anderen Schülern im Bio-Unterricht gepflegt werden.

Wie es weiter gehen soll, verriet Grant Lopez: „Wir wollen gerne noch einen kleinen Teich und eine Trockenmauer anlegen“. Dass die Schüler das hinkriegen, zeigte ihr geübter Umgang mit Schaufel, Harken und Kantsteinen. Etliche hatte auch perfekte Arbeitskleidung an, die zeigt, dass sie den Einsatz in der Natur von Haus aus kenne. Da genug Arbeit anliegt, findet sich auch etwas für die, die mit „weißen Schühchen“ auflaufen, räumt Wenzek schmunzelnd ein. Der Kurs freut sich schon jetzt auf das Gartenhaus. Denn allein, um die Werkzeuge zum Garten und wieder zurück in die Schule zu räumen, vergeht momentan noch viel zu viel Zeit.

An dem Projekt begeistern Frank Winkler und Saniye Özer, die jetzt den Baum für den Ortsverband der Grünen überreichten, neben der Naturnähe auch der berufsorientierte Ansatz. Spätestens wenn alles grünt und blüht wollen die Politiker den Schülern einen weiteren Besuch abstatten.

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