Drei Bands im Bürgerhaus Rocken für den guten Zweck

Telgte -

Schon von Weitem hört man aus dem Bürgerhaus die Bässe schallen. Drinnen findet gerade das „Rockkonzert in Telgte“, bereits das zweite Benefizkonzert dieser Art, statt. Wie schön, wenn es so einfach ist, etwas Gutes zu tun und gleichzeitig einen so unterhaltsamen Abend zu haben.

Krasch, die letzte von drei Bands, sorgte im Publikum für ordentlich Stimmung und nicht zuletzt szenetypisches „Headbanging“.
Krasch, die letzte von drei Bands, sorgte im Publikum für ordentlich Stimmung und nicht zuletzt szenetypisches „Headbanging“. Foto: Eickholt

Schon von Weitem hört man aus dem Bürgerhaus die Bässe wummern. Drinnen findet gerade das „ Rockkonzert in Telgte “, bereits das zweite Benefizkonzert dieser Art, statt. Wie schön, wenn es so einfach ist, etwas Gutes zu tun und gleichzeitig einen so unterhaltsamen Abend zu haben.

Initiator des Konzertes ist Arnold Illhardt, der in Telgte wohnt und als Psychologe im St. Josef-Stift Sendenhorst arbeitet. Er wollte mit diesem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: einerseits den Bundesverband Kinderrheuma unterstützen, zum anderen Telgte Nachhilfe geben in Sachen Rock, denn Telgte sei bislang „Rock-Diaspora“.

Zwischen den Auftritten gaben Betroffene, aber auch Therapeuten Hintergrundinformationen zum Thema Rheuma. Rheuma ist nicht, wie landläufig angenommen wird, eine Alte-Leute-Krankheit. In ganz Deutschland leiden rund 200 000 Kinder an der Autoimmun-Erkrankung, die zu einer Entzündung der Gelenke führt. In Sendenhorst befindet sich das Nord-/Westdeutsche Rheuma-Zentrum, dort ist auch der Bundesverband Kinderrheuma angesiedelt. Der Verein entstand 1998 als Elterninitiative und organisiert Clown-, Kunst- und Musiktherapien, die von den Krankenkassen nicht getragen werden, für die betroffenen Kinder aber entscheidend die Lebensqualität verbessern.

Jamal und Mara, selber an Rheuma erkrankt, berichten von ihrem Alltag, dass „man schon vor dem Frühstück von den Tabletten satt ist“ und von den großen Schmerzen. Gerade haben sie den Verein „RAY“ (Rheumatoide Arthritis is yours) gegründet, eine Selbsthilfegruppe von jungen Erwachsenen für junge Erwachsene.

Doch zurück zum Konzert: den Auftakt bildet die junge Telgter Band „Out Memories“, die ihren eigenen Stil als Postcore, eine Mischung aus Metal und Punk bezeichnen. Sie heizten mit bekannten Punkrock- und Hardcore-Stücken sowie eigenen Kompositionen ein.

Die zweite Band des Abends, „Wildland“ heißt so, weil sie in anderen Musikrichtungen, zum Beispiel im Reggae oder Hardrock, „wildern“, dem Rock aber stets treu bleiben. Schnell wird klar: Ihr Stil kommt auch in Telgte an. Kennengelernt haben sich die Mitglieder, die aus Sendenhorst, Münster und Köln kommen, im St. Josef-Stift in Sendenhorst.

Die letzte Band des Abends, „Krasch“ war schon Gewinner des Regio-Rock. Die Musiker aus Telgte, Lengerich und Ostbevern spielen Oldschool-Metall und begeistern auch in Telgte.

Alle Bands spielten unentgeltlich zugunsten des Bundesverbandes Kinderrheuma. Am Ende des Abends steht dann aber fest: „Rock in Telgte. Das passt!“

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