Familientreffen in der Herrenstraße 100 Verwandte unter einem Hut

Telgte -

Familiensinn- und feste können eine Familie über Generationen zusammenschweißen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist besonders stark, wenn die Traditionen gepflegt, das Andenken an die Vorfahren bewahrt und wenn persönliche Erinnerungen weitergegeben werden.

Von Christian Stöckl
Auf den Spuren der Ahnen wandelte Familie Schräder-Thoholte bei ihrem Sippentreffen auf dem Marktplatz.
Auf den Spuren der Ahnen wandelte Familie Schräder-Thoholte bei ihrem Sippentreffen auf dem Marktplatz. Foto: Stöckl

So halten es die Nachfahren von Emmy , geb. Schräder und Robert Thoholte. Über 100 Nachfahren aus ganz Deutschland kamen am Samstag in der Herrenstraße zusammen, um an die gemeinsamen Wurzeln zu erinnern, die sie alle mit Telgte verbinden. Schräder hatte bei ihrer Heirat zwei Häuser in der Herrenstraße als Mitgift bekommen. Alle nutzten die Gelegenheit, diese historischen Häuser an der Ems zu besichtigen.

Robert Thoholte aus Geseke lernte seine spätere Frau Emmy kennen, als er um 1900 die Eisenbahnlinie projektierte. Von ihren fünf Kindern gründeten drei Familien mit zahlreichen Kindern und Kindeskindern.

Emmy Schräder entstammt der Großfamilie Böhmer-Schräder-Helferich, die im 18. Jahrhundert in Telgte eine wesentliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle spielte.

Heute finden sich die Spuren dieser Zeit am Markt im Modehause Böhmer-Ahrens und der Storchenapotheke Kemna wieder. In der Herrenstraße wohnen die Nachfahren Thoholte und Woltering . Viele weitere wohnen noch im Stadtgebiet.

Die Organisatoren Mares und Ulla Woltering sowie Beate und Henning Thoholte hatten viele Fotos zusammengestellt, die Familienszenen zeigen, die vor 100 Jahren an diesen Orten stattfanden. Auch gab eine Stadtführerin am Markt, der „guten Stube“ der Familien, einen Rückblick auf die Familiengeschichte. Das letzte Treffen in dieser Größenordnung hatte 1976 stattgefunden. Im kleineren Rahmen kommen die Verwandten aber immer wieder zusammen.

So soll vor allem die Jugend einen lebendigen Eindruck auf die alte Zeit bekommen, um sich für die gemeinsame Vergangenheit zu interessieren. „Tradition heißt Weitergeben im Weitergehen“, erläuterten die Organisatoren ihre Motivation, alle zusammenzutrommeln.

„Das Gemeinschaftsgefühl und die Zusammengehörigkeit erleben zu können, ist ein starkes Fundament in dieser schnellen Zeit. Davon profitieren wir alle. Abgesehen davon, dass wir einfach viel Spaß miteinander haben.“ Viele Geschichten aus erster Hand gab es zum Abschluss in geselliger Runde im Gasthaus Seiling zu hören.

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