Haus & Grund Polizei-Tipps gegen Einbruch

Warendorf -

„Das ist ein Bürokratiemonster“, warnte Oliver Kock im „Engel“. Auf der „Haus & Grund“-Jahresversammung informierte der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende die 170 Mitglieder über die neuesten Gesetzesänderungen.

Von Dagmar Kolb
Einstimmig  wieder gewählt wurden auf der Haus & Grund-Jahreshauptversammlung (v. l.) Vorsitzender Oliver Kock und Theo Altefrohne sowie Brigitte Pelster (nicht im Bild).
Einstimmig  wieder gewählt wurden auf der Haus & Grund-Jahreshauptversammlung (v. l.) Vorsitzender Oliver Kock und Theo Altefrohne sowie Brigitte Pelster (nicht im Bild). Foto: Kolb

So trete ab 1. Mai die neue Energieeinsparverordnung EnEV 2014 in Kraft. Danach müssten Immobilienverkäufer und Vermieter Energieausweise bereits bei der Besichtigung vorlegen, die neben den bisherigen Verbrauchsangabe zusätzlich Energieeffizienzklassen enthalten müssen.

Ausweise die nach dem 30. September 2007 erstellt worden sind, seien von dieser Regelung nicht betroffen. Außerdem müssten in Immobilienangaben in kommerziellen Medien Art des Energieausweises, Energiebedarf, Baujahr und Effizienzklasse genannt werden. Nichtangaben seien eine Ordnungswidrigkeit. Ausweise die nach dem 30. September 2007 erstellt worden sind, sind von dieser Regelung nicht betroffen. „Bleibt abzuwarten, inwieweit die zuständigen Behörden hier auf die Pirsch gehen, um Bußgelder zu verhängen.“

Zum Thema qualifizierter Warendorfer Mietspiegel sei noch keine Entscheidung getroffen. „Wir stehen in Kontakt mit der Stadt.“

Die anstehenden Formalien der Jahreshauptversammlung wurden gewohnt zügig behandelt. Geschäftsführer Bernhard Herbermann trug den Geschäftsbericht vor, der eine positive Bilanz ausweist.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Vorsitzender Oliver Kock , Theo Altefrohne und Brigitte Pelster einstimmig wiedergewählt. Neuer Kassenprüfer wurde Kurt Heinermann.

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Referat zum Thema Einbruch : „Mit einem einfachen Schraubenschlüssel kann ein Einbrecher ein nicht zusätzlich gesichertes Fenster in zehn bis 15 Sekunden aufhebeln,“ erklärte Kriminalhauptkommissar Andreas Schröder in seinem Vortrag „Einbruchschutz“.

Ohne Ortskenntnisse würden Täter, zumeist in kriminellen Banden organisiert, durch die Wohngebiete streifen und die beste Gelegenheit nutzen. Jedes Objekt, ob Einfamilienhaus oder Wohnung im Mehrfamilienhaus, das leer wirke, sei geeignet. „Der Täter ist eher ein Fluchttier,“ so der Kriminalhauptkommissar, „er will nichts riskieren.“ Es komme also darauf an, vor allem tagsüber und in den frühen Abendstunden Anwesenheit zu signalisieren. „Lassen Sie das Licht an und schließen Sie alle Fenster und Türen“, empfahl der Experte. Vor allem die rückseitige Terrassentür, Fenster im Erdgeschoss oder Keller seien beliebte Angriffsziele.

Ausführlich erläuterte Schröder verschiedene technische Hilfsmittel. Neben dem Einbau von geprüften einbruchhemmenden Fenstern und Türen, würden Pilzkopfverriegelungen sowie nachträglich aufgesetzte Zusatzsicherungen den Schutz erhöhen.

Mit der Initiative „Netzwerk Zuhause sicher“ bietet das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz in Warendorf neben der Beratung auch die Begleitung bei der handwerklichen Umsetzung an sowie als Abschluss eine Vor-Ort-Besichtigung und Präventionsplakette. „Danach haben Sie das gute Gefühl, dass ein Standard erreicht ist, der dem Täter zu schaffen macht.“

Weitere Infos: www.zuhause-sicher.de oder www.polizei.nrw.de/warendorf.

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