Lob nach Katholikentag „Münster ist ein perfekter Gastgeber gewesen“

Münster -

So viel Lob ist selten: Aber an der Gastgeber-Stadt des 101. Deutschen Katholikentags haben die Veranstalter bei der Schlussbilanz nichts zu kritisieren.

Von Johannes Loy und Dirk Anger
Bischof Felix Genn und ZdK-Präsident Thomas Sternberg zogen Bilanz.
Bischof Felix Genn und ZdK-Präsident Thomas Sternberg zogen Bilanz. Foto: Wilfried Gerharz

Das kam mit dem Brustton der Überzeugung: „Münster kann Katholikentag!“ Als ZdK-Präsident Thomas Sternberg dies am Sonntagmittag auf dem Schlossplatz vor den rund 30 000 Schlussgottesdienst-Teilnehmern ausrief, fiel Initiatoren, Organisatoren und Mitwirkenden der fünf Katholikentags-Tage sicher ein Stein vom Herzen. Alles ging gut, das Treffen blieb friedlich , der Zuspruch war enorm , der Ertrag imposant.

„Einen Nerv“ getroffen

Das Leitwort „Suche Frieden“ habe „einen Nerv“ getroffen, sagte Sternberg schon am Samstag in der Bilanz-Pressekonferenz – von der instabilen Weltlage bis hin zur innergesellschaftlichen Kontroverse zum bayerischen Kreuzerlass und zur Diskussionskultur unter den Bischöfen hinsichtlich einer möglichen Zulassung evangelischer Ehepartner zur Eucharistie. Alle diese Themen zeigten: „Die Suche nach Frieden ist bitter nötig.“

Herausragend nannte Sternberg die Veranstaltungen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel. Lichtblicke wurden auch im katholisch-evangelischen Gespräch registriert. Sternberg: „Die Ökumene ist kein Auslaufmodell, sie liegt den Menschen immer noch sehr am Herzen!“ Der münsterische Katholikentag habe zudem das „frische und aufgeweckte Gesicht der Kirche“ gezeigt.

Genn dankt

Bischof Felix Genn war ebenfalls höchst angetan und freute sich vor allem darüber, „wie viele junge Christinnen und Christen sich bei diesem Katholikentag ganz selbstverständlich und öffentlich zu ihrem Glauben bekannt haben“. Genn dankte Helfern, Polizisten und Sanitätern für ihren Einsatz, auch der Stadt Münster und allen Bürgerinnen und Bürgern: „Es macht mich stolz, Bischof eines Bistums mit solch großartigen Menschen zu sein, die einfach für andere da sind.“

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Münster ist ein perfekter Gastgeber gewesen.

Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentag-Trägervereins

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Für Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentag-Trägervereins, steht fest: „Münster ist ein perfekter Gastgeber gewesen.“ Seine Schlussbilanz: „Sehr gut.“ Man sei positiv überrascht gewesen, dass so viele Teilnehmer gekommen seien. Trotz Schlangen hätten diese viel Geduld bewiesen, auch die Helfer hätten sich sehr wohl gefühlt.

Vilsmaier lobt sogar Münsters oft gescholtene Fahrradfahrer, die sich wohl auf die vielen Gäste eingestellt hätten. Fazit: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir wiederkommen.“

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