Kommentar zum Katholikentag Ein Geschenk für Münster

Münster -

Die Menschenmassen sind abgereist, die fünftägige Großveranstaltung namens Katholikentag ist beendet. Auch wenn es hier und da mal gehakt hat: Münster sollte dankbar sein für ein besonderes Geschenk. Ein Kommentar.

Von Dirk Anger
Beim Katholikentag in Münster herrschte – ganz dem Leitwort „Suche Frieden“ entsprechend – weitgehend gelöste Stimmung.
Beim Katholikentag in Münster herrschte – ganz dem Leitwort „Suche Frieden“ entsprechend – weitgehend gelöste Stimmung. Foto: Oliver Werner

Der Eintrag des 101. Deutschen Katholikentags im Geschichtsbuch der Stadt Münster dürfte mindestens ein zusätzliches Sternchen bekommen. Denn die Großveranstaltung katholischer Laien mit ihren allein rund 90.000 angemeldeten Teilnehmern hat in den vergangenen fünf Tagen eine wohl einzigartig friedvolle und fröhliche Atmosphäre in die Stadt des Westfälischen Friedens getragen. Das untermauert nicht zuletzt die Abschlussbilanz der Sicherheits- und Rettungskräfte, die erfreulicherweise keine besonderen Vorkommnisse verzeichnet.

Dass es bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung hier und da auch mal hakt, bleibt nicht aus. Die Stadtwerke haben aber nach dem Auftakt beim Busangebot schnell nachjustiert. Dass Teilnehmer an Christi Himmelfahrt über das eingeschränkte Essensangebot in der Innenstadt klagten, gilt es festzustellen. Auch manche Kaufleute verzeichneten einen geringeren Umsatz, weil ihre Klientel wegen des Ansturms der Katholikentags-Besucher die Innenstadt lieber mied.

Beim Blick aufs Ganze bleibt jedoch nur Positives – zumal die Domstadt eine wunderbare Bühne für die facettenreiche und fordernde Suche nach Frieden geboten hat. Die Bilder von den sonnigen Gottesdiensten sowie der politisch pointierten Eröffnungsveranstaltung rücken Münster in ausgezeichnetes Licht. Für dieses Geschenk muss die Stadt dankbar sein.

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