Rosendahl
Geheimnisse der Bildstöcke

Osterwick. Das Thema „Oh Maria hilf – Bildstöcke, Denkmäler und Marienverehrung im Münsterland“ oder „Denkmal – denk mal“ stieß auf ein großes Interesse. Ein „volles Haus“ verzeichnete die Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian in Osterwick einmal mehr bei der Veranstaltung „Essen und Kultur“. Zahlreiche Rosendahler ließen sich nach dem kulturellen Teil mit einem Menü, passend zum Thema, verwöhnen.

Donnerstag, 07.06.2018, 17:58 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.06.2018, 16:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 07.06.2018, 17:58 Uhr
Diakon Robert Sicking (stehend) stellte den zahlreichen Interessenten die Bedeutung einiger Bildstöcke und Denkmälern in Rosendahl vor. Foto: az

Referent Robert Sicking, tätig als Diakon im Nebenberuf in der Pfarrgemeinde Osterwick, gab viele wissenswerte Informationen zu verschiedenen bekannten Denkmälern und Bildstöcken in Rosendahl und Umgebung. Wie er ausführte, haben Denkmäler immer eine Bedeutung für den Einzelnen. Als wichtige Zeitzeugen längst vergangener Begebenheiten erinnern sie an schwere Zeiten, wurden häufig aus Dankbarkeit, Hoffnung und tiefer Gläubigkeit errichtet.

Robert Sicking stellte in seiner Präsentation verschiedene Beispiele vor, zum Beispiel das Grabmal des Arztes Dr. Lambert Schwering auf dem Osterwicker Friedhof, das an die Verstorbenen erinnert, „die uns ein Leben lang begleitet haben.“ Er wies auf die Madonna der Familie Schwering hin, die als einzige Familie nicht an der Pest erkrankte und das Denkmal aus Dankbarkeit errichtete.

Die Geschichte des bekannten Denkmals „Kruse Baimken“ geht in die Zeit des 30-jährigen Krieges zurück und erinnert an das unsägliche Leid der Zivilbevölkerung durch die Folgen wie Hungersnöte, Seuchen und die dadurch entstehenden Zwänge, mit den plündernden Söldnertruppen in den Krieg zu ziehen.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit konnte die Geschichte der Marienverehrung nur noch kurz angesprochen werden, bevor sich die Gäste auf den lukullischen Teil der Veranstaltung konzentrierten. Nach schaumigem Cremesüppchen von weißem Spargel, zarten Schweinelachsen im Sahnebett, gekrönt mit Käsehaube, königlichem Gemüse „Spargel“ mit Münsterländer „Kartöffelkes“ konnte mancher Gast nur noch stöhnen „Oh Maria hilf, ich kann nicht mehr!“, um noch „die unwiderstehliche Erdbeercreme nach Art des Hauses“ zu sich zu nehmen.

Die nächste Veranstaltung „Essen und Kultur“ findet voraussichtlich im Oktober satt und wird wie gewohnt in unserer Zeitung angekündigt.

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