Rosendahl
Mobiler in der täglichen Arbeit

Rosendahl. Das Jugendhaus am Brink in Osterwick hat sich als beliebte Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche etabliert. Was allerdings fehlt, sind solche Treffpunkte in Holtwick und Darfeld. Vor dem Hintergrund hat der Ausschuss für Sport, Kultur, Familie und Soziales die Anregung von Michael Neumann für eine Instandsetzung oder einen Neubau des Jugendhauses einstimmig zurückgewiesen, weil kein Handlungsbedarf bestehe. In den Fokus sollen mögliche Verbesserungen dennoch genommen werden – zu den Wünschen zählt ein Bulli für mehr Mobilität in der täglichen Arbeit.

Samstag, 09.06.2018, 14:34 Uhr

Bei einem Besuch vor Ort verschaffte sich der Ausschuss für Sport, Kultur, Familie und Soziales einen Eindruck von den Räumen und Möglichkeiten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Jugendhaus in Osterwick. Foto: Frank Wittenberg

Bei einer Besichtigung vor Ort hat sich der Ausschuss von den aktuellen Bedingungen im Jugendhaus ein Bild gemacht. Und das fiel deutlich positiver aus, als es Neumann in seiner Anregung geschildert hatte. „Die Offene Jugendarbeit macht einen guten Job, und auch die Politik hat schon viel dafür getan“, stellte Christian Friemel als sachkundiger Bürger für die SPD fest. Er erntete die volle Zustimmung von CDU-Fraktionschef Ralf Steindorf: „Wir haben uns selbst davon überzeugen könne, dass es gut läuft.“ Sicherlich könne der Eingangsbereich angenehmer gestaltet werden, räumte Jürgen van Deenen für den Trägerverein „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Kolping Rosendahl“ ein. „Es wäre wünschenswert, wenn uns die Gemeinde bei Renovierungen finanziell unterstützen würde“, erklärte er. „Aber wir brauchen kein neues Jugendhaus.“

Was die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet, stellte Florian Bonzol dar, der gemeinsam mit Christine Scholz und Leiter Sebastian Nienhaus mit drei Personen zwei Vollzeitstellen besetzt. „In Osterwick erreichen wir rund 100 Besucher in der Woche aus allen Ortsteilen“, berichtete er – wie viele davon genau aus Darfeld und Holtwick kommen, könne er nicht sagen, merkte er auf Anfrage von Doris Gehling (sachkundige Bürgerin der WIR) an. Zudem gebe es zwei Tanzgruppen, in denen auch rund 15 Kinder und Jugendliche aus Darfeld und Holtwick aktiv seien. Zum Fußballangebot in Osterwick treffen sich rund 20 Interessenten aus allen Orten. „Insgesamt haben im Jahr 2017 rund 1000 Personen an unseren Angeboten teilgenommen.“

Für Holtwick und Darfeld werde versucht, die fehlenden eigenen Räumlichkeiten durch eine mobile Jugendarbeit zu ersetzen – zum Beispiel mit einem wöchentlichen Kreativangebot im Torhaus. In Darfeld habe sich eine Mountainbike-Clique mit etwa zehn Kindern von 11 bis 14 Jahren gebildet. „Wir gehen in allen Orten auch die aufsuchende Jugendarbeit an, aber da gibt es aktuell wohl keine konkreten Treffpunkte“, weiß Bonzol aus Erfahrung.

Wünsche des OKJA-Teams unter dem Motto „Zukunftswerkstatt“ gibt es, daraus machte Florian Bonzol kein Geheimnis. Ein zusätzlicher Raum in Osterwick etwa, vielleicht der, der im Jugendhaus früher vom Spielmannszug genutzt wurde. Personelle Unterstützung zum Beispiel durch einen Bundesfreiwilligendienstler, besagter Bulli für mehr Mobilität – und natürlich ein Bauwagen oder eigene Räume in Darfeld und Holtwick. „Das wird sich angesichts des leergefegten Mietwohnungsmarktes in Rosendahl schwierig gestalten“, gab Bürgermeister Christoph Gottheil zu. | Kommentar

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