Rosendahl In Darfeld darf „Oranje“ jubeln

Darfeld. Der Unterschied zwischen Rosendahl und den Niederlanden ist schnell erklärt: In Darfeld darf „Oranje“ bei einem wichtigen Turnier mitspielen – und das sogar erfolgreich: Zum vierten Mal haben die Kicker in den orangefarbenen Trikots am Sonntagnachmittag den Fußball-Dorfpokal gewonnen. „Das war aber ein hartes Stück Arbeit“, gab Tobias Voß zu, mit zwei Treffern beim 3:2 im Finale gegen den Kortebrey so etwas wie der Matchwinner. „Der Gegner war echt stark!“

Von Frank Wittenberg
Rosendahl: In Darfeld darf „Oranje“ jubeln
Da ist das Ding: Aus den Händen des Turo-Vorsitzenden Herbert Kortüm (links) nimmt Meike Farwick für die Nachbarschaft Spielberg/Oberdarfeld den Dorfpokal entgegen. Zu den ersten Gratulanten zählen die Turo-Verantwortlichen Rolf Froning (rechts) und Frank Bäumer. Foto: az

Der Teamchef tropfte derweil aus allen Poren. Udo Wenkel hatte alles mitbekommen: Bier, Sekt, nur nicht durch den Hals, sondern von oben auf den Körper. „Wir haben ein richtig gutes Turnier gespielt“, war er zwar klebrig, aber bestens zufrieden. „Dabei haben uns im Finale noch zwei richtig gute Jungs gefehlt.“

Tatsächlich konnten mit Lorenz und Max Berndsen zwei Oberdarfeld-Akteure die in der Vorrunde reihenweise getroffen hatten, aus Zeitgründen im Endspiel nicht mehr mitmischen. So schien eine Überraschung möglich, zumal Michael van den Berg den Kortebrey mit einem blitzsauberen 22-Meter-Freistoß in Führung brachte. Tobias Voß staubte nach Vorarbeit von Patrick Wenkel zum 1:1 ab, Wenkel selbst legte kurz darauf das 2:1 nach. Eric Gewald gelang noch einmal das 2:2 für den Kortebrey, aber dann entschied der Schiri nach einem Zweikampf zwischen Christopher van Deenen und Patrick Wenkel auf Elfmeter – die Chance ließ sich Tobias Voß nicht entgehen: souverän verwandelt! „Ich kenne doch meinen Scheipi“, grinste er mit Blick auf den machtlosen Kortebrey-Schnapper.

Folglich durfte Meike Farwick vor vielen Zuschauern von den Turo-Verantwortlichen Herbert Kortüm, Rolf Froning und Frank Bäumer den Dorfpokal in Empfang nehmen – zum vierten Mal nach 1999, 2004 und 2012 jubelte Spielberg/Oberdarfeld über die Dorfkrone, und das erledigten sie ausgiebig. Vier Tage vor der WM in Russland, bei der die Niederländer nur zuschauen dürfen, gab es zumindest für die „Darfelder Oranjes“ etwas zu feiern.

Ungewöhnlich verlief das Spiel um Platz drei: Titelverteidiger EschBiMo lief gegen Netter/Rockel zunächst fast mit einer reinen Damenmannschaft auf, lediglich Martin Schenkel im Tor und Marcel Strangfeld als Abwehrchef wurden geduldet. Dann kickte kurzzeitig der Wiesengrund für EschBiMo als Dank für die vorherige gegenseitige Unterstützung. Und als der Titelverteidiger anschließend wie gewohnt unterwegs war, gab es ein spannendes 4:4 – und ein Elfmeterschießen, in dem auch die Kinder ran durften. Mason Sperling, Jonas Strangfeld und Viktoria Hirtz trafen und bescherten den dritten Rang. Für Netter/Rockel blieb immerhin der Hauptgewinn bei der abschließenden Verlosung, und 30 Liter Freigetränke sind ja nicht zu verachten.

Mit einem 3:1-Erfolg gegen die Höpinger schloss der Vizemeister von 2016, Natten/Lustigen Hook, das Turnier immerhin auf Rang fünf ab. Und im Spiel um Platz sieben schaffte es Schule/Dorf, die rote Laterne diesmal mit einem 2:1-Erfolg, sichergestellt durch Isabell Kortüm, an den Wiesengrund abzudrücken. „Jedes Jahr einen Platz besser“, sah Bernd Albring den Beginn einer spektakulären Serie. Dann dürften sie also 2030 wieder die Hand am Pott haben . . .

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