Rosendahl Anlieger wollen „Buckel“ erhalten

Osterwick. Die Sorge, dass künftig zu schnell gefahren wird auf der Wiedings Stegge, teilten alle Anlieger. „In dem Bereich, in dem wir wohnen, ist der Buckel flacher. Da ist das Tempo auch sofort höher“, weiß Günter Honermann aus Erfahrung. Deshalb wollen die Nachbarn die Aufpflasterungen behalten – auch wenn zwei davon zwischen Schöppinger Straße und von-Galen-Straße so hoch sind, dass unachtsame Fahrer Gefahr laufen, ihr Auto aufzusetzen.

Von Frank Wittenberg
Rosendahl: Anlieger wollen „Buckel“ erhalten
Zu hoch sind die Aufpflasterungen auf der Wiedings Stegge, meinen viele Autofahrer – die Anlieger machten bei einem Ortstermin des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses allerdings deutlich, dass sie die Bremswirkung der „Buckel“ unbedingt erhalten wollen. Foto: Frank Wittenberg

Genau das ist der Grund, warum die Gemeindeverwaltung darüber nachdenkt, die Buckel abzuflachen. „Wir wollen sie ja nicht entfernen“, erklärte Anne Brodkorb, Leiterin des Fachbereiches Planen und Bauen, bei einem Ortstermin mit dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss, zu dem sich auch zahlreiche Anlieger eingefunden hatten. „Wir befinden uns hier aber in einer Tempo-30-Zone, und die muss auch mit 30 km/h zu befahren sein.“

Als Ortsrandweg ist die Wiedings Stegge eingeordnet. Dort sind nicht nur die Anlieger unterwegs, sondern auch landwirtschaftlicher Verkehr und nicht zuletzt die Verkehrsteilnehmer, die den DRK-Kindergarten „Fidus“ erreichen müssen. „Im Bereich den Kindergartens sind die aufgepflasterten Buckel eher niedrig“, erläuterte Christoph Wübbelt, Dipl.-Ing. für Straßen und Tiefbau in der Gemeindeverwaltung. „Deshalb ist damals der Wunsch der Anlieger aufgekommen, diese Aufpflasterungen höher zu machen.“ Höher als die elf Zentimeter, die eigentlich zulässig seien.

Entsprechend oft sei der Wunsch an die Verwaltung herangetragen worden, die Situation für die Autofahrer zu entschärfen, auch vor dem Hintergrund der Verkehrssicherungspflicht. Dass über flachere Buckel schneller gefahren werden könne, wollte niemand bestreiten – und Alternativen sind schwierig. „Wir könnten die Einmündungsbereiche etwas verengen, aber auch das geht nur bis zu einer bestimmten Breite“, erläuterte Anne Brodkorb. Schließlich müsse auch der landwirtschaftliche Verkehr die Wiedings Stegge noch befahren können. Und ob das Tempolimit zum Beispiel auf 20 km/h gesenkt werden könne, wie es als Vorschlag von den Anliegern kam, könne die Gemeindeverwaltung nicht beeinflussen. „Die Entscheidung darüber, wie viele Stundenkilometer zulässig sind, trifft die Straßenverkehrsbehörde“, erklärte die Fachbereichsleiterin.

Genau die wird Wolfgang Croner als Leiter des Fachbereiches Ordnung und Soziales nun um eine Stellungnahme bitten. In diesem Zusammenhang soll auch erfragt werden, ob es reicht, an den besonders hohen Buckeln entsprechende Warnschilder aufzustellen, wie es Klaus-Peter Kreutzfeldt (SPD) vorschlug: „Das wäre auch die kostengünstigste Lösung.“ Bis zum Herbst soll feststehen, wie der Verkehr auf der Wiedings Stegge eingebremst werden kann – dann steht der Endausbau im vorderen Bereich an der Schöppinger Straße an, in dessen Zuge eine mögliche Umgestaltung der Buckel erfolgen könnte.

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